UMSATZ IM GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL STEIGT LEICHT AN

UMSATZ IM GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL STEIGT LEICHT AN

Im Februar 2022 kann der Getränkefachgroßhandel eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vormonat verbuchen: So erwirtschaftet die Branche ein reales Plus von 13,2 Prozent (nominal 13,8 Prozent) gegenüber Januar 2022.

Auch der Vergleich zum Vorjahresmonat – in dem in Deutschland noch ein Lockdown galt – stellt sich positiv dar. So schließt der Getränkefachgroßhandel den diesjährigen Februar mit einem realen Plus von 18,6 Prozent (nominal 21,3 Prozent) gegenüber Februar 2021 ab.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bierabsatz rutscht im März ins Minus

Bierabsatz rutscht im März ins Minus

Nach deutlich positiven Zahlen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 verzeichnen die deutschen Brauereien für den März ein Absatz-Minus von 1,3 Prozent. Geschuldet ist dies den wegen der Ukraine-Krise weggefallenen Ausfuhren nach Russland, das bislang zweitgrößter Exportmarkt für deutsches Bier war. Bei den Inlandsabsätzen bleiben die Zahlen dagegen im Plus.

Im Vergleich zum März des Vorjahres haben sich die Inlandsabsätze um 0,1 Prozent gesteigert. Angesichts der Tatsache, dass sich die Gastronomie voriges Jahr im Lockdown befunden habe, erscheine der Zuwachs zwar zunächst gering, teilt der Deutsche Brauer-Bund e.V. mit. Dabei sei aber zu bedenken, dass vorigen März (in korrigierten Zahlen) 14,2 Prozent mehr Bier im Inland abgesetzt worden sei als im März 2020. Verglichen mit dem März des Vor-Corona-Jahres 2019 wurden hierzulande im März 2022 sogar fast 790.000 hl mehr abgesetzt, was einem Plus von mehr als 14 Prozent entspricht.

Während die gestoppten Ausfuhren nach Russland zu dem erwähnten Gesamtminus von 1,3 Prozent geführt haben, liegen die Ausfuhren ins EU-Ausland mit 6,3 Prozent weiter deutlich im Plus. Im Bundesländervergleich für den März 2022 liegt Hessen mit einem Plus von 22 Prozent weiterhin vorne. Schlusslicht in der Statistik ist aktuell Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 17,6 Prozent im Vergleich zum März 2021.

Quelle: Statistisches Bundesamt

„Schlüsselfaktor Energiekosten“

„Schlüsselfaktor Energiekosten“

 

„Erhöhte Kraftstoffpreise führen zu einem fundamentalen Belastungsfaktor nicht nur für die Getränkebranche“ so Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH, in einem Gastkommentar der Getränkezeitung zur aktuellen Situation. Er fordert politische Unterstützung zur Abfederung der gestiegenen Energiekosten für Politik Unternehmen und Verbraucher.

 

 

Neue Kampagne für Mehrweg

Neue Kampagne für Mehrweg

Auf dem Foto v.l.n.r.: Matthias Walter (Mitglied der Bundesgeschäftsführung Deutsche Umwelthilfe, Pressesprecher und Leitung Kommunikation), Barbara Metz (Bundesgeschäftsführerin Deutsche Umwelthilfe), Dr. Jens Oldenburg (Geschäftsführer STIFTUNG INITIATIVE MEHRWEG), Dirk Reinsberg (Geschäftsführender Vorstand Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.), Andreas Vogel (Vorstand des Verbandes des Deutschen Getränke-Einzelhandels)

 

Mit ihrer bislang größten Informationskampagne unter dem bekannten Motto „Mehrweg ist Klimaschutz“ macht die Mehrweg-Allianz auf die Vorteile von Getränken in Mehrweggebinden aufmerksam. In über 5.000 Betrieben des Getränkehandels soll sie über die wiederbefüllbaren Flaschen als klimafreundlichste Getränkeverpackung informieren. Im Mittelpunkt der Aktion steht ein Gewinnspiel, bei dem 20 Familien jeweils ein ganzes Jahr lang mit Freigetränken aus Mehrwegflaschen versorgt werden. Der Startschuss für die Kampagne fiel heute bei einer Pressekonferenz, zu der die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einlud.

Darin erneuerte die Mehrwegbranche auch ihre bekannten Forderungen an die Politik. Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise und der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sei die Vermeidung unnötiger Einweg-Plastikverpackungen wichtiger denn je, so die DUH. Seit über drei Jahre werde die im Verpackungsgesetz festgeschriebene Mehrwegquote von 70 Prozent deutlich verfehlt, kritisierte Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH. Sie liege aktuell bei lediglich 42 Prozent. Die Bundesregierung müsse sich endlich von ihrer „Placebo-Politik“ verabschieden, so Metz.

Einweggebinde nehmen weiter zu

Auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Mehrwegförderung im Getränkebereich sei „bisher nicht einmal in Ansätzen erkennbar“. Der Getränkemarkt entwickle sich indessen weiter Richtung Einweg, mahnte Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg. Während etwa der Biermarkt laut Marktforschung im letzten Jahr 3,2 Prozent zurückgegangen sei, habe Bier in Dosen um 3,6 Prozent zugelegt. Inzwischen werde jedes zehnte Bier in Dosen verkauft, so Guder.

Ausschnitt aus dem Kampagnen-Motiv (Foto: DUH-Montage/Florian Reimann)

Neben dem ökologischen Vorsprung sei Mehrweg auch ökonomisch bedeutsam, führte Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des GFGH-Bundesverbands, aus: Getränke in Mehrweggebinden würden meistens von mittelständischen Unternehmen hergestellt und vermarktet und schafften damit besonders viele regionale Arbeitsplätze.

Forderung nach Einweg-Abgabe erneuert

Die Umwelt- und Wirtschaftsverbände fordern deshalb von Umweltministerin Steffi Lemke sofortige Maßnahmen zur Einhaltung der Mehrwegquote. Konkret stellt sich die Mehrweg-Allianz eine Abgabe auf Einweg-Plastikflaschen, Dosen und Getränkekartons von mindestens 20 Cent vor. „Der anhaltende Mehrweg-Boykott von Akteuren wie Aldi oder Lidl ist nicht länger hinnehmbar. Eine Lenkungsabgabe von 20 Cent macht die negativen Umweltauswirkungen von Einweg-Verpackungen sichtbar und setzt ökonomische Anreize für Unternehmen, auf Mehrweg umzustellen“, so die Gruppe.

Über die Informationskampagne fordert die Allianz zudem rechtliche Regelungen für mehr Transparenz beim Getränkekauf. Damit Verbraucher klimafreundliche Kaufentscheidungen treffen könnten, müssten Einweg und Mehrweg zusätzlich zu den bestehenden Hinweisen an den Regalen auch auf der Verpackung gekennzeichnet werden.

Über die Mehrweg-Allianz

Die „Mehrweg-Allianz“ setzt sich zusammen aus der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM), dem Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH), dem Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE), dem Verband Private Brauereien Deutschland und dem Verband Pro Mehrweg.

Gekürt: Deutschlands beste Getränkehändler 2022

Gekürt: Deutschlands beste Getränkehändler 2022

Gemeinsam mit der RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel, dem Magazin GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL und dem Fachmagazin WEIN+MARKT kürt der BV GFGH jedes Jahr Deutschlands beste Getränkehändler. In diesem Jahr konnten sich insgesamt acht Märkte durchsetzen: drei Getränkeabteilungen im LEH und im Segment der Fachmärkte gab es fünf Sieger.

Weitere Infos unter: https://www.rundschau.de/artikel/deutschlands-beste-getraenkehaendler-wahre-champions

Gastgewerbe-Umsatz steigt im Februar 2022 an

Gastgewerbe-Umsatz steigt im Februar 2022 an

Im Vergleich zu Januar 2022 konnte das Gastgewerbe im Februar dieses Jahres den Umsatz um real rund 3,5 Prozent (nominal 4,2 Prozent) steigern. Wie das Statistische Bundesamt aber auch mitteilt, lag der Gastgewerbeumsatz (nach vorläufigen Ergebnissen) im Februar 2022 real um 32,8 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Ebenfalls im Plus, wenn auch nur leicht, im Vergleich zum Januar liegt das Gaststättengewerbe: real wird ein Umsatzplus von 0,8 Prozent erzielt (nominal 1,2 Prozent). Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen kommen im Februar 2022 auf ein reales Umsatzplus von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat (nominal 13,7 Prozent). Auch die Schankwirtschaften steigern den Umsatz im Vergleich zum Vormonat: real um plus 8,1 Prozent (nominal 8,5 Prozent). In der Gastronomie steigt der reale Umsatz im Februar 2022 im Vormonatsvergleich um real 1,8 Prozent (nominal 2,3 Prozent). Die Cateringunternehmen und sonstigen Verpflegungsdienstleistungen legen um real 5,3 Prozent zu (nominal 6,5 Prozent).

Kumuliert betrachtet (Januar bis Februar 2021 zu 2022) steigt im Gastgewerbe der Umsatz um real 108 Prozent (nominal 116,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings bestand in den Vergleichsmonaten 2021 auch ein Lockdown. Die Beherbergungsunternehmen verzeichnen insgesamt ein reales Plus von 201,9 Prozent (nominal 211,8 Prozent), die Gastronomen verbuchen ein reales Plus von 84 Prozent (nominal 93,2 Prozent), die Caterer ein kumuliertes Plus von real 30,6 Prozent (nominal 35,5 Prozent) und das getränkeintensive Gaststättengewerbe ein reales Plus von 110 Prozent (nominal 120,4 Prozent). Die Schankwirtschaften verbuchen ein kumuliertes reales Plus von 277 Prozent (nominal 299 Prozent).

Quelle: Statistisches Bundesamt