Einladung zum Update des Webinars Corona-Wirtschaftshilfen am 17.03.2021

Einladung zum Update des Webinars Corona-Wirtschaftshilfen am 17.03.2021

Im Januar klärten wir in einem Webinar rund um die Corona-Wirtschaftshilfen über die offenen Fragen zu den Antragsvoraussetzungen und Bestimmungen auf.

Vor dem Hintergrund der diversen Ergänzungen und Erweiterungen bei der Überbrückungshilfe III bieten wir Ihnen am 17. März 2021 von 15 bis ca. 16:30 Uhr ein Update an.

Als Referenten konnten wir erneut die Herren Thomas Klinger und Hakan Kenc, beide geschäftsführende Gesellschafter der Beverage Management-Partner GmbH (bmp) gewinnen. Beide sind seit langem in der Getränkebranche und mit den Belangen des Getränkefachgroßhandels bestens betraut.

  • Was hat sich an den Bestimmungen geändert?
  • Welche Auswirkungen hat die Änderung des Beihilferahmens?
  • Welche Gestaltungsoptionen sind möglich?
  • Gibt es neue Fristen?
  • Wie verhält es sich mit der neuen Möglichkeit der Abschreibung von MHD-Waren für den Großhandel?

Dies werden einige der Fragestellungen sein, die im Webinar behandelt werden. Gerne können Sie uns Ihre Fragen erneut vorab per Mail senden. Diese werden dann im Webinar aufgegriffen und möglichst beantwortet. Ihre formlose Anmeldung sowie Ihre Fragen schicken Sie bitte an Frau Jutta Schuch (schuch@bv-gfgh.de). Die Einwahldaten erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung per Mail.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung

Händlern steht das Wasser bis zum Hals – Dirk Reinsberg im Gespräch mit Getränke News

Händlern steht das Wasser bis zum Hals – Dirk Reinsberg im Gespräch mit Getränke News

Der Getränkefachgroßhandel leidet zunehmend unter der Corona-Krise. Das geht aus aktuellen Erhebungen des Branchendienstleisters Gedat Getränkedaten hervor. Während freilich Streckenlogistiker und Getränkemärkte weniger betroffen sind und manche sogar Zuwächse verzeichnen können, sieht es bei GFGHs, die auf das Gastro- und Veranstaltungsgeschäft fokussiert sind, seit Monaten düster aus (siehe Grafik unten).

Die Gastronomie ist per Verordnung geschlossen – folglich haben auch die Lieferanten zu leiden, da ihnen die Absatzkanäle wegbrechen. In der Politik scheint dies allerdings nicht überall anzukommen. Diesen Eindruck hat jedenfalls Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des GFGH-Bundesverbands. „Ihr seid doch nicht betroffen“, heiße es da zuweilen. Dem setzt er entgegen: „Die Fachhändler dürfen handeln, aber sie können nicht handeln.“

Teilweise gelte das sogar für die Phasen zwischen den Lockdowns. Wie die Gedat-Zahlen dokumentieren, blieb die Zahl der Absatzstätten durchgängig unter dem Niveau der Vergleichsmonate 2019. Zurückzuführen ist das laut Reinsberg vor allem darauf, dass viele Gastronomie-Typen auch in diesen Monaten weiter geschlossen bleiben mussten wie etwa Discotheken, Bars oder Objekte in Sportstadien. Dabei sagten die Daten noch nicht einmal etwas über die verlorenen Mengen aus. „Viele Events oder zum Beispiel auch Messen, die weiterhin ausfallen, sind mit erheblichen Umsätzen verbunden“, so der Verbandschef.

Für viele Betriebe seit über vier Monaten „Stillstand“

Eines ist jedenfalls laut Reinsberg klar: So wie im Augenblick kann es für die Branche nicht weitergehen: „Wir haben Kollegen, die 70 bis 90 Prozent ihres Umsatzes im Außer-Haus-Geschäft erwirtschaften. Für die heißt es seit über vier Monaten ‚Stillstand‘. Das kann selbst ein gesundes Unternehmen kaum schaffen.“

Die staatlichen Wirtschaftshilfen könnten zwar prinzipiell Unternehmen über diese schwierige Zeit helfen, allerdings seien an manchen Stellen Grenzen formuliert worden, die bestimmte Betriebe ganz ausschließen. So beginnt die Antragsberechtigung überhaupt erst bei einem Umsatzausfall über 30 Prozent. Wer darunter liegt, geht leer aus.

Als weiteres Beispiel führt Reinsberg Betriebe mit mehreren Geschäftsfeldern an, deren Erträge prinzipiell miteinander verrechnet werden. So sorgte etwa die Behandlung der Brauereigasthöfe in den letzten Monaten immer wieder für Unmut: Zwar leben sie nicht allein von der Gastronomie, die zugehörigen Brauereien können aber die Verluste bei weitem nicht ausgleichen. Zusammen mit der fehlenden Öffnungsperspektive sorge dies für „Verunsicherung und Frust“, berichtet Reinsberg.

Branche braucht Fahrplan für den Re-Start

Einen Sieg hat die Branche allerdings in den letzten Tagen erringen können: Wie das Bundeswirtschaftsministerium in einem Schreiben von Ende Februar mitteilt, kann ab 1. März nun auch der Großhandel Wertverluste aus verderblicher Ware abschreiben. Besonders ins Gewicht fällt dabei Fassbier, das wegen des Ablaufs des Mindesthaltbarkeitsdatums vernichtet werden muss. Der GFGH-Bundesverband hatte wiederholt scharf kritisiert, dass die Sonderregelung zunächst nur für den Einzelhandel galt.

Trotz dieser Erleichterung verschlechtert sich die Lage der Branche zunehmend. Die Branche brauche endlich einen Fahrplan für den Re-Start, fordert Dirk Reinsberg. Dafür müssten allerdings weitere Parameter zur Risikobewertung herangezogen werden. „Wenn man allein an dem Inzidenzwert von 35 festhält, wird die Gastronomie nicht vor Ende April geöffnet“, glaubt der Verbandschef. „Und das ist wirtschaftlich nicht vertretbar.“

Die Gedat-Erhebung im Detail

In einer aktuellen Statistik hat die Gedat über die vergangenen Monate die Belieferung aller Objekte im Außer-Haus-Markt erfasst. Erwartungsgemäß sank deren Zahl mit Beginn des ersten Lockdowns am 19. März 2020 auf einen Schlag drastisch: Im April war ein Rückgang von rund 80 Prozent festzustellen. Die anschließende Erholung trat nach Ende des ersten Lockdowns ab Mai 2020 ein; im September erreichten die Zahlen ihren Höchststand.

Die von der Gedat dokumentierten Daten basieren auf der monatlichen Anzahl der durch den Getränkefachgroßhandel (meldende Betriebe im Monat über 900) belieferten Objekte.

Ein ähnliches Bild bietet sich seit dem Beginn des zweiten Lockdowns seit November 2020. Wieder stürzte die Anzahl der durch den GFGH belieferten Betriebe im Außer-Haus-Markt ab – und bis jetzt ist keine Entspannung in Sicht. Aktuelle Hochrechnungen der Gedat lassen für den Januar eher noch einen weiteren Rückgang erwarten.

Das Interview ist am 3. März 2021 in dem Online-Magazin Getränke News erschienen.

Getränke­fach­groß­handel erzielt 2020 Corona-bedingtes Minus von 6,8 Prozent

Getränke­fach­groß­handel erzielt 2020 Corona-bedingtes Minus von 6,8 Prozent

Der Getränkefachgroßhandel erleidet 2020 ein Umsatzminus von real 6,8 Prozent (nominal minus 5,4 Prozent). Nach einem Jahr Pandemie ist die Lage in der Gastronomiebranche äußerst angespannt. GFGHs, die hauptsächlich die Gastronomie beliefern, bricht seit Monaten ihr Umsatz weg

Die Branche braucht dringend einen Fahrplan für den Re-Start. Allein im Dezember reduzierte sich der Umsatz der Großhändler real um 10,1 Prozent (nominal minus 9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. In der gestrigen Nachtsitzung von Bund und Ländern wurden die weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen bekanntgegeben. Und auch wenn die Abkehr vom reinen Festhalten an Inzidenzwerte, regionale Maßnahmen und die angekündigten Öffnungsmöglichkeiten fürs Einkaufen und Sport wichtig und richtig sind, so fehlt doch die klare Perspektive für die Gastronomie und somit letztlich für den Großhandel.

Quelle: Statistisches Bundesamt 

 
Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Das kalte Wetter und die geschlossene Gastronomie sorgen zum Jahresstart für ein historisches Absatzminus bei den deutschen Brauern. Sie erzielen im Januar ein Minus von 27 Prozent. Das entspricht 1,76 Millionen Hektoliter weniger Bier.

Der schwache Absatz im Dezember ließ bereits nichts Gutes ahnen. Der Inlandsbierabsatz vermeldet für Januar 2021 ein Minus von 28,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Export reduziert sich um 20,9 Prozent. Zwischen den Bundesländern liegt beim Gesamtabsatz eine Spannweite zwischen Mecklenburg-Vorpommern (minus 12,6 Prozent) und Hessen (minus 46,8 Prozent).

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

GEDAT-Zahlen zeigen Auswirkungen des Lockdowns auf den GFGH

GEDAT-Zahlen zeigen Auswirkungen des Lockdowns auf den GFGH

Presseerklärung der GEDAT Getränkedaten GmbH vom 23. Februar 2021:

Lockdown: Lieferungen an Gastronomie um rund 80 Prozent eingebrochen“

GEDAT-Zahlen zeigen Ausmaß auf den Getränkefachgroßhandel im Außer-Haus-Markt

Der Lockdown im März/April 2020 sowie der ab November 2020 geltende (Teil-) Lockdown haben die Getränkebranche schwer getroffen. Der deutsche Getränkefachgroßhandel ist unterschiedlich aufgestellt. Während Streckenlogistiker mit der Belieferung an den Lebensmittel-einzelhandel sowie Getränkeabholmärkte weniger betroffen sind, manche sogar die Anzahl der Belieferungen steigern konnten, sieht es im Außer-Haus-Markt anders aus. Wie hoch die Auswirkungen für den Getränkefachgroßhandel dort sind, zeigen Auswertungen der GEDAT Getränkedaten GmbH. Basis der Erhebung ist die Anzahl der monatlich belieferten Betriebe im Außer-Haus-Markt durch den Getränkefachgroßhandel.

Es ist zu erkennen, dass in der Vor-Corona-Zeit neben den gewöhnlichen saisonalen Schwankungen die Anzahl der monatlichen Lieferungen auf relativ konstantem Niveau bleibt. So gibt es auch 2019 das im Jahresvergleich typische hohe Niveau im Sommer und einen leichten Rückgang zum Winter. Mit Beginn des ersten Lockdowns am 19. März 2020 sinkt das Niveau auf einen Schlag drastisch. Es ist ein Rückgang von rund 80% im April festzustellen. Die anschließende Erholung tritt nach Ende des ersten Lockdowns ab Mai 2020 ein und findet ihren Höhepunkt im September des Jahres. Dabei bleibt sie aber unter dem Ursprungsniveau der Vergleichsmonate des Vorjahres 2019.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich mit Beginn des zweiten (Teil-)Lockdowns im November 2020 ab. Wieder sinkt die Anzahl der durch den Getränkefachgroßhandel belieferten Betriebe im Außer-Haus-Markt dramatisch, diesmal auf einen Index von 24,2 und damit 60,5 Punkte weniger als im Vormonat Oktober. Der Dezember liegt auf einem Index von 22,2 und somit auf vergleichbarem Niveau. Die Prognosen der noch nicht abschließend vorliegenden Daten für den Lockdown-Monat Januar 2021 zeigen keine Entspannung. Im Gegenteil, laut derzeitiger Hochrechnung ist mit einem weiteren Rückgang zu rechnen.

Ein Blick auf die Betriebe nach Geschäftstyp zeigt unterschiedliche Verläufe. So ist die Anzahl der Lieferungen im ersten Lockdown ähnlich stark im Bereich Beherbergung um rund 85% und bei Betrieben mit Fokus auf den Getränkeverkauf um fast 90% eingebrochen. Die Speisegastronomie kommt leicht besser davon, dort ist es ein Rückgang um rund drei Viertel. Die anschließende Erholung im Sommer 2020 fällt bei den Betriebsformen recht ähnlich aus. Während der Mai noch etwas zurückhaltend ist, steigt die Anzahl der belieferten Betriebe über den Sommer wieder auf ein vergleichbares, wenn auch reduziertes Niveau von vor dem Lockdown. Die Speisegastronomie erreichte in den Sommermonaten 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Indexwert von immerhin 83,2 im Juni (Vorjahresmonat 100), im Juli 88,4 (Vorjahresmonat 100), im August 89,7 (Vorjahresmonat 97,7) und im September einen Jahreshöchststand von 91,3 (Vorjahresmonat 98,4). Einen ähnlichen Verlauf gibt es bei den Beherbergungsbetrieben, dort sind es für den gleichen Zeitraum von Juni bis September Indexwerte von 81,8 (Vorjahresmonat 100), 90,5 (Vorjahresmonat  99,5), 91,5 (Vorjahresmonat  98,9) und 91,3 (Vorjahresmonat 97,9). Betriebe mit dem Fokus auf den Getränkeausschank können sogar leicht bessere Werte verzeichnen, dort steigt der Indexwert in diesen Monaten auf 83,7 (Vorjahresmonat 100), 90,3 (Vorjahresmonat 98,6), 91,7 (Vorjahresmonat 98,6) und im September auf einen Höchststand von 92,2 (Vorjahresmonat 97,5). Im Vergleich zum Vorjahr werden über alle Betriebsformen gesehen im September aber dennoch 6,4 Indexpunkte eingebüßt.

Der zweite Lockdown ab November 2020 führte wieder zu starken Abstürzen. Dort zählen die Betriebe mit Fokus auf den Getränkeverkauf zu den größten Verlierern und sinken mit einem Index von 13,5 erneut auf ein ähnlich niedriges Niveau wie beim ersten Lockdown. Im Vergleich zum Vormonat Oktober ist das ein Verlust von 57,2 Indexpunkten. Nicht ganz so hoch sind die Verluste bei den Beherbergungsbetrieben. Dort sinkt der Index von 82,3 im Oktober 2020 dann im November auf 23,1, was einem Verlust von 59,2 Indexpunkten entspricht. Am besten kommen Betriebe mit Ausrichtung auf den Verkauf von Speisen weg, sie sinken im November 2020 auf einen Index von 32,3. Damit verzeichnen sie einen Verlust von 53,2 Punkten zum Vormonat Oktober, dort lag der Index bei 85,5.

Zur Methodik

Die Zahlen basieren auf der monatlichen Anzahl belieferter Objekte durch den Getränkefachgroßhandel (durchschnittliche Größe der Stichprobe von meldenden GFGH pro Monat n=922). Berücksichtigt sind Lieferungen in Betriebe unterteilt auf die Schwerpunkte Ausschank von Getränken, Verkauf von Speisen und Beherbergung. Dabei ist zu beachten, dass die Übergänge fließend sind und viele Mischformen existieren. Betriebsformen mit Schwerpunkt auf Getränke umfassen neben der klassischen Kneipe auch Cafés, Bars und Gaststätten mit einer Speisekarte, die während des Lockdowns durchaus Mitnahmegeschäft betreiben können. Betriebsformen mit Schwerpunkt auf Speisen sind Restaurants und etwa Systemgastronomie, Rasthöfe, Imbisse. Zur Beherbergung zählen Betriebe mit jeglicher Ausrichtung auf Übernachtungen, wie Hotels, Pensionen oder Jugendherbergen.

Beginn des Betrachtungszeitraums ist der Monat Juni 2019, dessen Anzahl belieferter Objekte den Indexwert 100 darstellt. Über den Indexwert wird die relative Veränderung der Anzahl belieferter Objekte pro Monat im Verhältnis zum Ausgangsmonat ausgedrückt. Ein Index von 110 bedeutet eine Veränderung von +10%, ein Indexwert von 90 bedeutet eine Veränderung von -10% zum Ausgangswert.

Weitere Informationen unter: www.gedat-service.de/aktuelles | Bildmaterial

Über GEDAT Getränkedaten GmbH

GEDAT ist DIE Plattform für den Informationsaustausch in der Getränkebranche. Wir bieten automatisierte Prozesse im Bereich der indirekten Distribution. Wir verbinden über 2.000 Getränkefachgroßhändler mit rund 70 Herstellern aus den Bereichen Bier, Mineralbrunnen, AfG, Spirituose und Wein. Unabhängig vom Sortiment oder davon, ob ein Akteur national, regional oder lokal aktiv ist. Kommen auch Sie dazu! www.gedat-service.de

Brauereien fordern in offenem Brief Unterstützung von Politik

Brauereien fordern in offenem Brief Unterstützung von Politik

Berlin, 22. Februar 2021: Über 300 Brauereien fordern in einem offenen Brief Unterstützung von der Politik und senden damit in einer historischen Krise ein klares Zeichen der Solidarität!

Initiiert wurde die Aktion vom Deutschen Brauer-Bund und den Privaten Brauern. Die Unternehmen hinter den Unterschriften stehen zusammen für ca. 95 Prozent des in Deutschland gebrauten Biers. Der Getränkefachgroßhandel steht an der Seite der Brauereien, ist er doch ebenso in großen Teilen von den Schließungen der Gastronomie und Kneipen sowie dem lahmgelegten Veranstaltungswesen betroffen.

Sie finden den Brief unter: www.brauer-bund.de/OffenerBrief