Mehrweg-Allianz: Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl

Mehrweg-Allianz: Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl


Vor der anstehenden Bundestagswahl wollten wir von den demokratischen Parteien wissen, wie sie zum Thema Mehrweg stehen.
Aus diesem Grund haben wir als Mehrweg-Allianz (Verband Pro Mehrweg e.V., Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V., Verband Private Brauereien Deutschland e.V., STIFTUNG INITIVATIVE MEHRWEG, Deutsche Umwelthilfe e.V., Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.) gemeinschaftlich Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl auf den Weg gebracht.

In fünf Fragen bitten wir die Parteien um ihre Positionierung. Mit einer Rückmeldung rechnen wir ab dem 1. Juli 2021 und sind gespannt.


Unsere Wahlprüfsteine:

1. Möchte sich Ihre Partei für die Erfüllung der im Verpackungsgesetz festgeschriebenen Mehrwegquote für Getränkeverpackungen von 70 Prozent einsetzen, um den Prinzipien der Abfallhierarchie „Vermeidung vor Verwertung“ gerecht zu werden? Falls ja, welche Mittel möchte Ihre Partei ergreifen, um die Erfüllung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen sicherzustellen?

2. Wie steht Ihre Partei einer Lenkungsabgabe auf Einwegflaschen und Geträkedosen zusätzlich zum Pfand gegenüber?

3. Befürwortet Ihre Partei eine Ausweitung der Einwegpfandpflicht auf Getränkekartons?

4. Unterstützt Ihre Partei die Forderung der Mehrweg-Allianz, zur besseren Orientierung der Konsumenten die Kennzeichnungspflicht „Mehrweg bzw. Einweg“ über das Verkaufsregal hinaus auch auf das Produkt selber zu erweitern?

5. Auf welchem Weg will Ihre Partei den Mehrweganteil bei Transportverpackungen von aktuell 50 Prozent erhöhen und damit die klimafreundlichen und ressourcenschonenden Mehrwegtransportsysteme wie z. B. die bis zu hundertmal nutzbaren Mehrwegobst- und -Gemüsekisten fördern? Planen Sie den Abbau steuerlicher und rechtlicher Benachteiligungen solcher Systeme gegenüber Einwegsystemen?

 

Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck – Ökovorteile und Spareffekte zweifelhaft und unbelegt

Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck – Ökovorteile und Spareffekte zweifelhaft und unbelegt

Verbände nehmen Sprudler unter die Lupe

 

 

Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck – Ökovorteile und Spareffekte zweifelhaft und unbelegt

 

Düsseldorf, 16. Juni 2021 – Sprudelgeräte liefern kein Mineralwasser, schonen nur in bestimmten Fällen den Geldbeutel und können ihren Umweltvorteil nicht klar belegen. Zu diesen Schluss kommen der Verband Pro Mehrweg, der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) und der Verband des Deutschen  Getränke-Einzelhandels (VDGE), die die Argumente untersucht haben, mit denen die Geräte empfohlen werden. So ist etwa die Vorstellung weit verbreitet, die Geräte würden einen Ersatz für natürliches Mineralwasser bieten und seien eine umweltfreundliche Alternative. Dem stellt Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg e.V., das Fazit der Analyse entgegen: „Wer Wert auf das Naturprodukt Mineralwasser und auf nachhaltig produzierte Erfrischungsgetränke legt, greift am besten zu regional abgefüllten Produkten in Mehrwegflaschen“.

Es seien drei Mythen, die den „Hype“ um Sprudlergeräte anheizen würden. Mythos eins sei, dass Sprudelgeräte Mineralwasser liefern würden. Sprudler können jedoch lediglich Leitungswasser aufsprudeln. Leitungswasser ist jedoch ein technisches Produkt, das aufbereitet werden muss, um einwandfrei in die Haushalte zu gelangen und dort unbedenklich konsumiert werden zu können. Hierzu seien, so Guder, in der deutschen Trinkwasserverordnung mehr als 100 Inhaltsstoffe zugelassen. Zusätzlich lauerten Gefahren in den Hausleitungen und bei den Füllbehältern der Geräte. Wenn diese nicht einwandfrei gewartet bzw. gereinigt seien, könne hier einwandfreies Leitungswasser mit Keimen belastet werden. Natürliches Mineralwasser sei hingegen ein Naturprodukt, das unverändert an der Quelle in Flaschen abgefüllt werde, um so in der ursprünglichen, natürlichen Qualität zum Verbraucher zu gelangen.

Mythos zwei laute, dass das Wasser aus Sprudelgeräten umweltfreundlicher sei als der Konsum von Mineralwasser aus Flaschen. Hierfür fehlen jedoch nach Einschätzung der Verbände bislang klare Belege für den deutschen Markt. Häufig sei das Argument anzutreffen, dass sich mit Sprudlern der Gebrauch von Einwegflaschen einsparen ließen. „Das können Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher haben, indem sie zu Mehrwegflaschen greifen“, erläutert Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH. Kritisch sieht Andreas Vogel, Vorstand des VDGE auch die neuerdings auf den Markt kommenden Sirupe, zur Herstellung von Erfrischungsgetränken. „Ganz abgesehen von der Qualitätsfrage, entsteht hier außerdem eine neue Kategorie Verpackungsmüll, der nicht einmal in den Verwertungskreislauf gängiger Getränkeverpackungen integriert ist.“

Mythos Nummer drei laute, dass die Sprudelgeräte den Geldbeutel schonen würden. Modellrechnungen der Verbände zeigen jedoch, dass gerade die gängigsten Geräte beim Verbrauch im Vergleich zu günstigen Mineralwässern keinen Vorteil bieten. Werde der Anschaffungspreis für ein Sprudelgerät hinzugerechnet, könne der Preis pro Liter bei dem eines gängigen Markenmineralwassers liegen.

Guder kommt daher zu dem Fazit „Es ist erstaunlich, wie unkritisch Werbebotschaften als Wahrheiten übernommen werden. Es gilt jedoch: Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck und umweltfreundlicher Genuss funktioniert mit den bewährten Mehrwegsystemen“. Und für die Verbraucher, die ungerne Kästen tragen, hat Guder noch folgenden Tipp: „Heimdienste für die Getränkelieferung sind in den Strukturen des Getränkefachgroß- und Getränkeeinzelhandels seit Jahrzehnten etabliert. Sie erfreuen sich zur Zeit wieder mit vielen Angeboten für eine Lieferung direkt ins Haus oder Büro wachsender Beliebtheit. Wird so beim Handel vor Ort bestellt, stärkt das zusätzlich die regionalen Strukturen der deutschen Getränkewirtschaft“.

PRO MEHRWEG – Verband zur Förderung von Mehrwegverpackungen e.V.
Monschauer Straße 7 | 40549 Düsseldorf
Ansprechpartner: Günther Guder
+49v211 683938 | info@promehrweg.de | www.promehrweg.de

Bundesverband des deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.
Monschauer Straße 7 | 40549 Düsseldorf
Ansprechpartner: Dirk Reinsberg
+49 211 683938 | info@bv-gfgh.de | www.bv-gfgh.de

Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V.
Uhrwerkerstr. 43 | 59387 Ascheberg
Ansprechpartner: Andreas Vogel
+49 171 8611011 | info@getraenke-einzelhandel.com | www.getraenkeeinzelhandel.com

Staatssekretär Thomas Bareiß besucht Getränkefachmarkt Mebold

Staatssekretär Thomas Bareiß besucht Getränkefachmarkt Mebold

v. l. n. r.: Franz Demattio, Sandy Eppler, Thomas Bareiß MdB, Andreas Mebold

 

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß besuchte gestern eines unserer Mitglieder: den Getränkefachmarkt Mebold in Albstadt. Eingeladen wurde er von Franz Demattio, Beiratsmitglied des BV GFGH und Geschäftsführer der Getränke- Fachgroßhandels-Kooperation Süd (GEFAKO) zu der Mebold gehört. Thomas Bareiß informierte sich bei ihm, Geschäftsführer Andreas Mebold und der kaufmännischen Leiterin der GEFAKO, Sandy Eppler, über die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Getränkefachgroßhandel.

Nach einer Betriebsbesichtigung stellten sie ihm die Marktstrukturen im Getränkefachgroßhandel vor. Insbesondere informierten sie ihn über die Corona-bedingte Umsatzsituation im Gastronomie-, Veranstaltungs- und Getränkefachmarktbereich. Sie nutzten den Besuch des Staatssekretärs für Wirtschaft und Energie, um mit ihm über die Ausgestaltung der Überbrückungshilfe III zu sprechen. Sie zeigten ihm auf: Mehr als ein Drittel der Getränkefachgroßhändler haben keinen Anspruch auf Wirtschaftshilfen und fallen durchs Raster. Die Zahl stammt aus einem Trendbarometer unseres Verbandes von April. In einer Pressemitteilung vom 12. Mai 2021 forderten wir bereits dringend eine Anpassung der Überbrückungshilfe III. Denn wer nur einen Prozentpunkt unter der Umsatzverlustgrenze von 30 Prozent liegt, erhält aktuell nichts. Dabei belasten die fehlenden Einnahmen die Betriebe über Monate und haben teilweise erhebliche wirtschaftliche Folgen. Entlassungen oder gar Unternehmensschließungen können die Folge sein. Bareiß gab an, die aufgezeigten Diskrepanzen im Ministerium prüfen zu lassen und versprach den begonnenen konstruktiven Dialog mit dem Getränkefachgroßhandel fortzusetzen.

Der Mebold Wein- und Getränkehandel ist in Bareiß‘ Wahlkreis nicht unbekannt. 2020 gewann das Unternehmen den BranchenwettbewerbDeutschlands bester Getränkefachgroßhandel“ in der Kategorie Großfläche ab 500 qm. Bei dem Wettbewerb werden jedes Jahr Märkte mit einzigartiger Sortimentsleistung, besonderen Vermarktungskonzepten, werthaltigen Verkaufsstrategien oder kreativer Flächenkonzepte von einer fachkundigen Jury ausgezeichnet.

Wir kämpfen gemeinsam für Mineralwasser

Wir kämpfen gemeinsam für Mineralwasser

Mit der neuen Kampagne „Pro Mineralwasser“ bewerben wir gemeinsam mit dem Verband des Getränkeeinzelhandels und den Mineralbrunnen die Vorzüge von Mineralwasser. Getränke News sprach mit Andreas Vogel, Vorstand des Verbands des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE), über die Hintergründe.

Getränke News: Wie kam es zu der Zusammenarbeit der drei Verbände?

Vogel: Seit Bundesumweltministerin Svenja Schulze Ende 2018 in ihrem „5-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling“ Konsumenten offiziell empfohlen hat, Leitungs- statt Mineralwasser zu trinken, spitzt sich das Thema immer weiter zu, und die Mineralbrunnen geraten immer stärker unter Druck.

Allerdings ist natürlich auch der Getränkehandel von dieser Entwicklung – zumindest mittelbar – betroffen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, gegen die einseitige Berichterstattung proaktiv vorzugehen. Wir haben uns diesbezüglich mit dem Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH-Bundesverband) ausgetauscht, mit dem wir auch in anderen Bereichen sehr eng zusammenarbeiten. Dabei hat sich herausgestellt, dass auch der GFGH-Bundesverband in den Startlöchern für die Konzeption einer eigenen Kampagne „Pro Mineralwasser“ stand. Da lag es natürlich nahe, den Schulterschluss zu suchen.

Gemeinsam sind wir dann auf den Mineralbrunnenverband zugegangen und es wurde schnell klar, dass wir dort offene Türen einrennen. Schließlich sind ja grade seine originären Interessen berührt. Deshalb ist der VDM bei der Kampagne jetzt auch „die Lokomotive“ auf nationaler Ebene und Absender der Dachkampagne während wir gemeinsam mit dem GFGH-Bundesverband für den direkten Zugang zu den Verbraucher/innen stehen.

Getränke News: Wie bedeutsam ist denn für den Getränkefachhandel das Segment Mineralwasser? Was steht für die Branche auf dem Spiel?

Vogel: Laut Marktforschung entfallen im Schnitt etwa 25 Prozent der Umsätze in den Getränkefachmärkten auf Mineralwasser. Das ist also keineswegs zu vernachlässigen, da können wir nicht einfach abwarten, was passiert. Wir müssen Privatpersonen überzeugen, dass es gute Gründe gibt, warum man Mineralwasser trinken sollte und nicht Leitungswasser. Viele glauben, es seien vergleichbare Produkte, aber das sind sie nicht. Ich sehe unsere Aufgabe darin, alle Fakten auf den Tisch zu legen. Die gliedern wir im Rahmen der Kampagne in vier Themenfelder: Vielfalt & Geschmack, Naturreinheit, Sicherheit und Kreislaufwirtschaft.

Getränke News: Da leistet aber der VDM auch schon einiges an Aufklärungsarbeit …

Vogel: Das stimmt und grade diese Synergieeffekte wollen wir ja nutzen, denn wir haben zusätzlich die Multiplikatoren vor Ort. Der GFGH-Bundesverband und wir, der VDGE, erreichen zusammen Verbraucher in vielen der rund 8.000 Verkaufsstellen in Deutschland direkt am PoS. Das ist dann schon eine sehr starke Allianz. Politikerinnen und Politiker haben es leicht, an Mikrophone zu kommen. Wir müssen unsere Märkte nutzen, um für unser Anliegen zu trommeln. Der VDM und die dazugehörige Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) setzen den Schwerpunkt stärker auf die Dachkampagne und die sozialen Medien. Dort erreichen sie sehr gut die jüngeren Zielgruppen, die besonders aufgeschlossen für Leitungswasser sind.

Getränke News: Eine wachsende Rolle in dem Wettbewerb spielen inzwischen die Wassersprudler. Wie sollte sich aus Ihrer Sicht der Getränkehandel hier positionieren – sollte er die Geräte und das zugehörige Equipment verkaufen oder lieber nicht?

Vogel: Darauf gibt es keine zu 100 Prozent richtige Antwort. Manche Händler wollen auf keinen Fall etwas mit dieser Warengruppe zu tun haben. Das muss man sich aber leisten können. Immerhin besteht die Gefahr, dass Kunden zum Beispiel ihre CO2-Kartuschen woanders kaufen – und nicht zurückkehren. Andere richten sich nach der Nachfrage und bieten zumindest die Kartuschen an. Man muss wohl einen Mittelweg finden – das Thema moderat begleiten, wo es unvermeidbar ist. Proaktiv bewerben würde ich es aber nicht. Ein schwieriges Thema sind die Sirupe. Da sie zudem meist in Einwegflaschen angeboten werden, passen sie nicht zur Mehrweg-Orientierung des Fachhandels.

Getränke News: Was sind nun Ihre nächsten Ziele?

Vogel: Ich sage immer „Wehret den Anfängen“. Wir sind doch alle für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. In Teilbereichen wird aber über das Ziel hinausgeschossen. Und es gibt viele Pauschalurteile, Halbwahrheiten und auch Doppelmoral. Man muss das gesamte Faktenwissen zur Verfügung haben, um sich ein Urteil erlauben zu können. Und das wollen wir zur Verfügung stellen. Mineralwasser ist für den Getränkehandel ein sehr wichtiges Produkt. Unser Job muss es sein, zu erreichen, dass die Konsumenten auch in Zukunft einen angemessenen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs mit Mineralwasser decken. Davon leben wir und unsere Familien. In dieser Hinsicht sitzen Hersteller und Handel in einem Boot.

Getränke News: Glauben Sie, dass der politische Druck noch zunehmen wird, vor allem, falls die Grünen Teil der neuen Bundesregierung werden?

Vogel: Es ist völlig egal, welche Parteien die Regierung stellen. Das Thema Nachhaltigkeit ist angekommen und wir alle werden uns noch mehr ums Klima kümmern müssen. Das ist auch gut. Man kann aber sehr wohl klimabewusst leben und trotzdem Mineralwasser konsumieren. Das wollen wir vermitteln.

Das Interview ist am 26.05.2021 in dem Online-Magazin Getränke News erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir kämpfen gemeinsam für Mineralwasser

Gemeinsame Pressemitteilung: Verbände starten Mineralwasser-Kampagne

Gemeinsame Pressemitteilung: Verbände starten Mineralwasser-Kampagne

 

 

Natürliches Mineralwasser ist einzigartig

 

Düsseldorf/Ascheberg/Bonn, 25. Mai 2021 – Wohl kaum etwas ist so wichtig für Mensch und Natur wie das Element Wasser. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Zwischen natürlichem Mineralwasser und Leitungswasser werden allzu oft Vergleiche gezogen, die den unterschiedlichen Charakteristika beider Wasserarten nicht gerecht werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) und der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE) zusammen mit dem Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) die branchenübergreifende Kommunikationskampagne „Pro Mineralwasser“ initiiert. Ziel ist es, natürliches Mineralwasser in den Fokus der Verbraucher:innen zu rücken und über die Vorzüge des qualitativ hochwertigen Naturprodukts zu informieren. Der Getränkehandel und die deutschen Mineralbrunnen gaben nun den Startschuss für die gemeinsamen Aktivitäten.

„Den Konsumentinnen und Konsumenten wird von verschiedenen Seiten suggeriert, dass Leitungswasser eine gleichwertige Alternative zu natürlichem Mineralwasser sei. Leitungswasser und Mineralwasser sind jedoch zwei grundverschiedene Produkte. Hierüber wollen wir informieren und aufklären“, erläutert Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH, das Ziel der breitangelegten Kommunikationsinitiative. In den mehr als 8.000 Verkaufsstellen des Getränkefachhandels und des Getränke-Einzelhandels in Deutschland werden Verbraucher:innen ab heute mit verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen auf den besonderen Wert des Naturprodukts Mineralwasser aufmerksam gemacht. Sie erhalten die Möglichkeit, sich direkt am Point of Sale (POS) über die wesentlichen Aspekte von natürlichem Mineralwasser zu informieren und auf dieser Basis eine bewusste Kaufentscheidung zu treffen. Insbesondere sollen dabei den Verbraucher:innen auch die Unterschiede zum Wasser aus dem Hahn verdeutlicht werden. „Mineralwasser gehört zu den wichtigsten Absatzsegmenten unserer Mitglieder. Mit der Kampagne möchten wir die einzigartigen Vorzüge des Naturprodukts Mineralwasser, das eben nicht gleichwertig durch Leitungswasser und Wassersprudler ersetzt werden kann, anschaulich in den Fokus rücken“, erklärt Andreas Vogel, Vorstand des VDGE.

Wesentlich mitgestaltet wird die Informationskampagne von den rund 200 Mineralbrunnen in Deutschland. Dabei stehen verschiedene Aktivitäten in den sozialen Medien sowie lokale und regionale Aktionen im Mittelpunkt. „Natürliches Mineralwasser zeichnet sich durch seine hohe Qualität und Reinheit, die große Vielfalt dieses einzigartigen Naturprodukts und damit verbunden durch einen unverwechselbaren Geschmack jedes einzelnen Mineralwassers aus. Diese Botschaften wollen wir wahrnehmbar in die Fläche tragen“, betont Udo Kremer, Geschäftsführer des VDM. „Die Menschen in Deutschland decken ihren Flüssigkeitsbedarf von etwa 1,5 Litern pro Tag zu einem Drittel mit natürlichem Mineralwasser. Es ist damit das beliebteste Kaltgetränk in Deutschland und leistet einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Ernährung.“

Im Mittelpunkt der branchenübergreifenden Kampagne stehen die vier Themenbereiche Vielfalt & Geschmack, Kreislaufwirtschaft, Sicherheit und Naturreinheit. In den kommenden Monaten wird eine Reihe von aufmerksamkeitsstarken Motiven mit aussagekräftigen Slogans veröffentlicht, die die Kernthemen aufgreifen und die Vorteile von natürlichem Mineralwasser hervorheben.

Der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V. (BV GFGH) setzt sich für die Interessen seiner rund 500 mittelständischen Unternehmen des Getränkefachgroßhandels ein, die über 80 Prozent aller Biere, 40 Prozent aller Mineralwässer, 30 Prozent aller Erfrischungsgetränke sowie 20 Prozent aller fruchthaltigen Getränke managen. 2018 erwirtschafteten rund 47.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in etwa 3.500 deutschen Betrieben einen Jahresumsatz von rund 23 Milliarden Euro. Die Mitgliedsunternehmen des BV GFGH haben daran einen Anteil von etwa 80 Prozent.

Der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V.(VDGE) vertritt die Interessen von rund 2.350 und damit knapp 30 % der insgesamt ca. 8.000 Getränkefachmärkte in Deutschland. Als wichtiger Wirtschaftsfaktor in ihrer Region stehen seine Mitglieder für stabile Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung. Die angeschlossenen Getränkefachmärkte gewährleisten bundesweit einen zügigen und sicheren Einkauf, bei dem aus einem umfangreichen Warensortiment unter besonderer Betonung ökologisch vorteilhafter regionaler Marken und Mehrweggebinde mit gutem Gewissen nachhaltige Kaufentscheidungen getroffen werden können.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mineralbrunnenbranche. Die rund 200 überwiegend kleinen und mittleren deutschen Mineralbrunnen-Betriebe füllen über 500 verschiedene Mineral- und 27 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie. Im Rahmen der Anfang 2021 gemeinsam mit der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) gestarteten Brancheninitiative „Klimaneutralität 2030“ begleitet der VDM die deutschen Mineralbrunnen auf dem Weg in die Klimaneutralität. Bis spätestens zum Jahr 2030 soll die gesamte Prozesskette von natürlichem Mineralwasser klimaneutral gestellt werden.

Bei Rückfragen:
VDM – Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.
Maik Hünefeld, Leiter Kommunikation
Tel.: 0228 – 95990-21
E-Mail: maik.huenefeld@vdm-bonn.de

Corona-Umfrage des französischen GFGH-Verbands: Umsatzeinbrüche von durchschnittlich 45 Prozent

Corona-Umfrage des französischen GFGH-Verbands: Umsatzeinbrüche von durchschnittlich 45 Prozent

Corona-Umfrage des französischen GFGH-Verbands: Umsatzeinbrüche von durchschnittlich 45 Prozent

Unser Trendbarometer aus April 2021 macht deutlich: Die Auswirkungen der Pandemie auf den Getränkefachgroßhandel sind enorm. Im Durchschnitt erlitten die befragten Unternehmen 2020 im Vergleich zu 2019 Umsatzeinbußen von 30 Prozent. Auch unsere französischen Kollegen, die Federation Nationale des Boissons (FNB), wollten wissen, wie es ihren Mitgliedern ein Jahr nach Beginn der Pandemie geht und führten eine Umfrage durch.

Das Ergebnis: Im Durchschnitt mussten französische GFGH 2020 einen Umsatzeinbruch von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Somit fallen die Umsatzrückgänge noch einmal drastischer aus als bei den deutschen Unternehmen in der Branche. 30 Prozent der befragten Unternehmen gaben sogar einen Umsatzverlust von über 50 Prozent an. Bei 10 Prozent ist der Verlust größer als 60 Prozent. Die Umfrage zeigt neben dem enormen Umsatzverlust außerdem eine Erhöhung der Verschuldung, insbesondere durch die Inanspruchnahme des PGE (85 Prozent der betroffenen Unternehmen). Das PGE (prêt garanti par l’État) ist ein staatlich garantiertes Darlehen in Höhe von bis zu drei Monatsumsätzen aus 2019.

85 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren von Kurzarbeit betroffen, wobei der Anteil in administrativen Bereichen wie der Buchhaltung mit 77 Prozent etwas geringer ausfiel. Schließlich zeigt die Umfrage, dass 91 Prozent der Unternehmen, die das PGE in Anspruch genommen haben, aufgrund der andauernd schlechten wirtschaftlichen Lage die geplante Rückzahlungsfrist verlängern mussten.

Die Umfrage erfolgte vom 26. Februar bis zum 10. März 2021 unter 136 Unternehmen aller Größen. Zusammen stellen sie 29 Prozent der Beschäftigten in diesem Sektor dar.