„Überragende Veranstaltung“: Artikel über GGH 2022 im GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL

„Überragende Veranstaltung“: Artikel über GGH 2022 im GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL

Unser Verbandsorgan „GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL“ hat in seiner aktuellen Oktober-Ausgabe einen ausführlichen, mehrseitigen Bericht über unsere diesjährige Veranstaltung GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2022. in Unterschleißheim veröffentlicht. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: 

BV GFGH auf der drinktec 2022

BV GFGH auf der drinktec 2022

Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand, war auf der Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie in München zu Gast.

Auf LinkedIn haben wir darüber berichtet. Er referierte im Rahmen des Drink Innovation Campus (DICA) zu Chancen und Herausforderungen des Mehrwegsystems. Der Drink Innovation Campus (DICA) ist der erste Start-up-Accelerator für die Getränkewirtschaft. Eine Initiative von Strascheg Center for Entrepreneurship und INSIDE Getränke mit den Partnern Ardagh Group, Bitburger Braugruppe, drinktec, FrankenBrunnen und dem BV GFGH.

In der Gesprächsrunde auf der drinktec 2022 diskutierte er mit Torsten Hiller (LOGIPACK) und Stephan Rösgen (Ardagh) über die Zukunft der Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelindustrie. Mit Einführung des Mehrwegsystems 2023 in der Gastronomie sei man sich einig, dass alle jungen Unternehmen zusammenarbeiten sollen. Es sei wichtig, die Verpackungen an möglichst vielen Stellen zurück geben zu können, so Reinsberg. Er betonte aber, dass sich das etablierte System mit Themen wie Pfanderhöhung sowie Rückverfolgung von Kästen und Flaschen schwertue.

GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2022.

GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2022.

Der 5. und 6. September 2022 standen in Unterschleißheim/München ganz im Zeichen des Getränkefachgroßhandels. Denn an diesen beiden Tagen fand unser Branchenevent GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. statt – mit über 500 anwesenden Vertreter*innen der Branche.

Neben dem Austausch untereinander, über 35 Präsentationsständen der Industriepartner und der Ehrung von „Deutschlands besten Getränkehändlern 2021 & 2022“, dem Praxispanel über „Nutzen und Wirkung von Artikelstammdaten in der Getränkewirtschaft“ war vor allem das hochkarätig besetzte Podium ein Highlight. So sprachen u. a. der langjährige Bundes- und Landesminister Dr. Thomas de Maizière und die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Maren Urner auf der Veranstaltung.

Eine Zusammenfassung von GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2022. und einen ausführlichen Rückblick auf die Veranstaltung hat Thomas Eisler vom Verlag W. Sachon veröffentlicht.

Mehrweg-Allianz: Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl

Mehrweg-Allianz: Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl


Vor der anstehenden Bundestagswahl wollten wir von den demokratischen Parteien wissen, wie sie zum Thema Mehrweg stehen.
Aus diesem Grund haben wir als Mehrweg-Allianz (Verband Pro Mehrweg e.V., Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V., Verband Private Brauereien Deutschland e.V., STIFTUNG INITIVATIVE MEHRWEG, Deutsche Umwelthilfe e.V., Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.) gemeinschaftlich Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl auf den Weg gebracht.

In fünf Fragen bitten wir die Parteien um ihre Positionierung. Mit einer Rückmeldung rechnen wir ab dem 1. Juli 2021 und sind gespannt.


Unsere Wahlprüfsteine:

1. Möchte sich Ihre Partei für die Erfüllung der im Verpackungsgesetz festgeschriebenen Mehrwegquote für Getränkeverpackungen von 70 Prozent einsetzen, um den Prinzipien der Abfallhierarchie „Vermeidung vor Verwertung“ gerecht zu werden? Falls ja, welche Mittel möchte Ihre Partei ergreifen, um die Erfüllung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen sicherzustellen?

2. Wie steht Ihre Partei einer Lenkungsabgabe auf Einwegflaschen und Geträkedosen zusätzlich zum Pfand gegenüber?

3. Befürwortet Ihre Partei eine Ausweitung der Einwegpfandpflicht auf Getränkekartons?

4. Unterstützt Ihre Partei die Forderung der Mehrweg-Allianz, zur besseren Orientierung der Konsumenten die Kennzeichnungspflicht „Mehrweg bzw. Einweg“ über das Verkaufsregal hinaus auch auf das Produkt selber zu erweitern?

5. Auf welchem Weg will Ihre Partei den Mehrweganteil bei Transportverpackungen von aktuell 50 Prozent erhöhen und damit die klimafreundlichen und ressourcenschonenden Mehrwegtransportsysteme wie z. B. die bis zu hundertmal nutzbaren Mehrwegobst- und -Gemüsekisten fördern? Planen Sie den Abbau steuerlicher und rechtlicher Benachteiligungen solcher Systeme gegenüber Einwegsystemen?

 

Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck – Ökovorteile und Spareffekte zweifelhaft und unbelegt

Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck – Ökovorteile und Spareffekte zweifelhaft und unbelegt

Verbände nehmen Sprudler unter die Lupe

 

 

Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck – Ökovorteile und Spareffekte zweifelhaft und unbelegt

 

Düsseldorf, 16. Juni 2021 – Sprudelgeräte liefern kein Mineralwasser, schonen nur in bestimmten Fällen den Geldbeutel und können ihren Umweltvorteil nicht klar belegen. Zu diesen Schluss kommen der Verband Pro Mehrweg, der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) und der Verband des Deutschen  Getränke-Einzelhandels (VDGE), die die Argumente untersucht haben, mit denen die Geräte empfohlen werden. So ist etwa die Vorstellung weit verbreitet, die Geräte würden einen Ersatz für natürliches Mineralwasser bieten und seien eine umweltfreundliche Alternative. Dem stellt Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg e.V., das Fazit der Analyse entgegen: „Wer Wert auf das Naturprodukt Mineralwasser und auf nachhaltig produzierte Erfrischungsgetränke legt, greift am besten zu regional abgefüllten Produkten in Mehrwegflaschen“.

Es seien drei Mythen, die den „Hype“ um Sprudlergeräte anheizen würden. Mythos eins sei, dass Sprudelgeräte Mineralwasser liefern würden. Sprudler können jedoch lediglich Leitungswasser aufsprudeln. Leitungswasser ist jedoch ein technisches Produkt, das aufbereitet werden muss, um einwandfrei in die Haushalte zu gelangen und dort unbedenklich konsumiert werden zu können. Hierzu seien, so Guder, in der deutschen Trinkwasserverordnung mehr als 100 Inhaltsstoffe zugelassen. Zusätzlich lauerten Gefahren in den Hausleitungen und bei den Füllbehältern der Geräte. Wenn diese nicht einwandfrei gewartet bzw. gereinigt seien, könne hier einwandfreies Leitungswasser mit Keimen belastet werden. Natürliches Mineralwasser sei hingegen ein Naturprodukt, das unverändert an der Quelle in Flaschen abgefüllt werde, um so in der ursprünglichen, natürlichen Qualität zum Verbraucher zu gelangen.

Mythos zwei laute, dass das Wasser aus Sprudelgeräten umweltfreundlicher sei als der Konsum von Mineralwasser aus Flaschen. Hierfür fehlen jedoch nach Einschätzung der Verbände bislang klare Belege für den deutschen Markt. Häufig sei das Argument anzutreffen, dass sich mit Sprudlern der Gebrauch von Einwegflaschen einsparen ließen. „Das können Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher haben, indem sie zu Mehrwegflaschen greifen“, erläutert Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH. Kritisch sieht Andreas Vogel, Vorstand des VDGE auch die neuerdings auf den Markt kommenden Sirupe, zur Herstellung von Erfrischungsgetränken. „Ganz abgesehen von der Qualitätsfrage, entsteht hier außerdem eine neue Kategorie Verpackungsmüll, der nicht einmal in den Verwertungskreislauf gängiger Getränkeverpackungen integriert ist.“

Mythos Nummer drei laute, dass die Sprudelgeräte den Geldbeutel schonen würden. Modellrechnungen der Verbände zeigen jedoch, dass gerade die gängigsten Geräte beim Verbrauch im Vergleich zu günstigen Mineralwässern keinen Vorteil bieten. Werde der Anschaffungspreis für ein Sprudelgerät hinzugerechnet, könne der Preis pro Liter bei dem eines gängigen Markenmineralwassers liegen.

Guder kommt daher zu dem Fazit „Es ist erstaunlich, wie unkritisch Werbebotschaften als Wahrheiten übernommen werden. Es gilt jedoch: Mineralwasser gibt es nicht auf Knopfdruck und umweltfreundlicher Genuss funktioniert mit den bewährten Mehrwegsystemen“. Und für die Verbraucher, die ungerne Kästen tragen, hat Guder noch folgenden Tipp: „Heimdienste für die Getränkelieferung sind in den Strukturen des Getränkefachgroß- und Getränkeeinzelhandels seit Jahrzehnten etabliert. Sie erfreuen sich zur Zeit wieder mit vielen Angeboten für eine Lieferung direkt ins Haus oder Büro wachsender Beliebtheit. Wird so beim Handel vor Ort bestellt, stärkt das zusätzlich die regionalen Strukturen der deutschen Getränkewirtschaft“.

PRO MEHRWEG – Verband zur Förderung von Mehrwegverpackungen e.V.
Monschauer Straße 7 | 40549 Düsseldorf
Ansprechpartner: Günther Guder
+49v211 683938 | info@promehrweg.de | www.promehrweg.de

Bundesverband des deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.
Monschauer Straße 7 | 40549 Düsseldorf
Ansprechpartner: Dirk Reinsberg
+49 211 683938 | info@bv-gfgh.de | www.bv-gfgh.de

Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V.
Uhrwerkerstr. 43 | 59387 Ascheberg
Ansprechpartner: Andreas Vogel
+49 171 8611011 | info@getraenke-einzelhandel.com | www.getraenkeeinzelhandel.com

Staatssekretär Thomas Bareiß besucht Getränkefachmarkt Mebold

Staatssekretär Thomas Bareiß besucht Getränkefachmarkt Mebold

v. l. n. r.: Franz Demattio, Sandy Eppler, Thomas Bareiß MdB, Andreas Mebold

 

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß besuchte gestern eines unserer Mitglieder: den Getränkefachmarkt Mebold in Albstadt. Eingeladen wurde er von Franz Demattio, Beiratsmitglied des BV GFGH und Geschäftsführer der Getränke- Fachgroßhandels-Kooperation Süd (GEFAKO) zu der Mebold gehört. Thomas Bareiß informierte sich bei ihm, Geschäftsführer Andreas Mebold und der kaufmännischen Leiterin der GEFAKO, Sandy Eppler, über die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Getränkefachgroßhandel.

Nach einer Betriebsbesichtigung stellten sie ihm die Marktstrukturen im Getränkefachgroßhandel vor. Insbesondere informierten sie ihn über die Corona-bedingte Umsatzsituation im Gastronomie-, Veranstaltungs- und Getränkefachmarktbereich. Sie nutzten den Besuch des Staatssekretärs für Wirtschaft und Energie, um mit ihm über die Ausgestaltung der Überbrückungshilfe III zu sprechen. Sie zeigten ihm auf: Mehr als ein Drittel der Getränkefachgroßhändler haben keinen Anspruch auf Wirtschaftshilfen und fallen durchs Raster. Die Zahl stammt aus einem Trendbarometer unseres Verbandes von April. In einer Pressemitteilung vom 12. Mai 2021 forderten wir bereits dringend eine Anpassung der Überbrückungshilfe III. Denn wer nur einen Prozentpunkt unter der Umsatzverlustgrenze von 30 Prozent liegt, erhält aktuell nichts. Dabei belasten die fehlenden Einnahmen die Betriebe über Monate und haben teilweise erhebliche wirtschaftliche Folgen. Entlassungen oder gar Unternehmensschließungen können die Folge sein. Bareiß gab an, die aufgezeigten Diskrepanzen im Ministerium prüfen zu lassen und versprach den begonnenen konstruktiven Dialog mit dem Getränkefachgroßhandel fortzusetzen.

Der Mebold Wein- und Getränkehandel ist in Bareiß‘ Wahlkreis nicht unbekannt. 2020 gewann das Unternehmen den BranchenwettbewerbDeutschlands bester Getränkefachgroßhandel“ in der Kategorie Großfläche ab 500 qm. Bei dem Wettbewerb werden jedes Jahr Märkte mit einzigartiger Sortimentsleistung, besonderen Vermarktungskonzepten, werthaltigen Verkaufsstrategien oder kreativer Flächenkonzepte von einer fachkundigen Jury ausgezeichnet.