Gastgewerbe mit Aufschwung am Jahresende

Gastgewerbe mit Aufschwung am Jahresende

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Dezember 2025 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 2,6 Prozent (nominal plus 3 Prozent) mehr umgesetzt als im November 2025. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 2,2 Prozent und erreichte nominal ein Plus von 1,3 Prozent.

Die Umsatzdaten im Überblick:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe ist im Vergleich zum Vormonat real um 2,6 Prozent (nominal plus 3 Prozent) gesunken.
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht ein Umsatzplus von 8 Prozent (nominal plus 8,1 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Im Vergleich zum November 2025 steigt der reale Umsatz um 9 Prozent (nominal plus 9,2 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Umsatzplus von 4,9 Prozent (nominal plus 5 Prozent) im Vergleich zum Vormonat.
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Gegenüber November 2025 kommt die Branche im Dezember 2025 auf einen realen Umsatzverlust von 1,2 Prozent (nominal ein Minus von 1,2 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Im Vergleich zum Vormonat verbucht die Branche ein reales Minus von 5,5 Prozent (nominal minus 5,4 Prozent).

 Kumulierte Zahlen im Überblick:

Kumuliert betrachtet ergeben sich folgende Daten für die bisherigen Monate im Jahr 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2024:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe sinkt real um 3,2 Prozent (nominal plus 0,2 Prozent).
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht einen realen Umsatzrückgang von 3,9 Prozent (nominal ein Minus von 0,2 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Die Branche kommt auf ein reales Minus von 5,6 Prozent (nominal minus 2 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Minus von 3,6 Prozent (nominal ein Plus von 0,2 Prozent).
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Der reale Umsatz der Branche sinkt um 2,6 Prozent (nominal plus 0,3 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Kumuliert betrachtet, verbucht die Branche einen realen Umsatzverlust von 2,4 Prozent (nominal plus 1,8 Prozent).

 

Quelle: Statistisches Bundesamt

Symposium von Huesch & Partner Logistikberater mit BV GFGH: „Getränkelogistik 2030 – Zerstörung und Innovation!“

Symposium von Huesch & Partner Logistikberater mit BV GFGH: „Getränkelogistik 2030 – Zerstörung und Innovation!“

Strategien, Daten und Transformation für den Getränkefachgroßhandel

Die Getränkebranche – insbesondere der Getränkefachgroßhandel – steht vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen. Nachhaltigkeit, der Rückgang alkoholhaltiger Getränke, Digitalisierung und KI verändern Märkte, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle grundlegend. Genau hier setzt das Huesch-Symposium am 23. April 2026 in Köln an, das seit rund 20 Jahren unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels steht. Im Interview mit GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL erläutern BV GFGH-Vorstand Dirk Reinsberg und Bernd Huesch, Huesch & Partner, welche Impulse die Branche erwartet.

Vertikalisierung und Kooperationen: Neue Formen der Wertschöpfung 

Ein zentrales Thema des Symposiums ist die zunehmende Vertikalisierung. Darunter versteht man die Ausweitung unternehmerischer Aktivitäten auf weitere Stufen der Wertschöpfungskette. Hersteller werden zu Händlern, Händler entwickeln Eigenmarken oder produzieren selbst. Gleichzeitig entstehen neue Kooperationsmodelle zwischen Industrie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel.

Insbesondere im Leergutbereich zeigen sich erhebliche Potenziale: Kooperationen können Sortierkosten und Glasneubeschaffung deutlich senken und gleichzeitig Marktanteile sichern. Konkrete Praxisbeispiele und belastbare Kalkulationen werden auf der Veranstaltung vorgestellt.

Automatisierung und KI: Vom Pilotprojekt zum Betriebssystem 

Während automatisierte Lösungen für Paletten- und Säulenkommissionierung bereits existieren, steht die Kastenkommissionierung vielerorts noch am Anfang. Auch fahrerlose Flurförderfahrzeuge und hochautomatisierte Flaschenerkennungssysteme halten zunehmend Einzug in die Branche. Deutschland nimmt hier europaweit eine führende Rolle ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Voraussetzung dafür sind saubere, einheitliche Stammdaten – ein Thema, das der BV GFGH seit Jahren priorisiert. „Saubere Daten sind die Basis für Digitalisierung und insbesondere für den Einsatz von KI“, so Bernd Huesch.

Praxisbeispiele zeigen schon heute, wie Getränkefachgroßhändler, Spediteure und Brauereien mithilfe von KI ihre Absatzentwicklung tagesgenau prognostizieren und daraus Ressourcen für Transport, Lager, Vertrieb und Finanzen ableiten.

Außerdem hat der BV GFGH seinen Kooperationspartner Huesch & Partner gebeten, auch einen Blick hinter die Kulissen von notwendigen Restrukturierungsprozessen zu werfen.

Impulse für eine selbstbestimmte Zukunft 

Das Huesch-Symposium 2026 versteht sich als Plattform für strategische Orientierung und operativen Austausch. Es verbindet Theorie und Praxis, Strategie und Umsetzung – mit dem klaren Ziel, den Getränkefachgroßhandel in die Lage zu versetzen, die anstehenden Veränderungen aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.

Auch in diesem Jahr überzeugt das Symposium mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten wie Fabian Brunke (Radeberger Gruppe), Markus Rütters (DGL), Joachim Ehlers (trinkkontor), Katrin Schilz (fritz-kola) und vielen weiteren.

In der aktuellen Ausgabe 2/2026 des GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL ist ein spannendes Interview mit Dirk Reinsberg und Bernd Huesch über das Symposium erschienen.

„GFGH vor tiefgreifendem Strukturwandel“ – Interview mit Dirk Reinsberg in Getränke News

„GFGH vor tiefgreifendem Strukturwandel“ – Interview mit Dirk Reinsberg in Getränke News

Branche steht vor Strukturwandel: BV GFGH gibt mit neu geschaffenem Kompetenzzentrum Lösungen an die Hand 

Steigende Kosten, rückläufige Mengen und ein anhaltender Strukturwandel setzen den Getränkefachgroßhandel unter Druck. Im Interview mit Getränke News erklärt unser geschäftsführender Vorstand Dirk Reinsberg, warum die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen ist, wie sich das Geschäftsmodell verändert – und weshalb Unternehmensnachfolge zu einer der zentralen Zukunftsfragen der Branche geworden ist.

Dabei erläutert Reinsberg, dass der GFGH und der Getränkeeinzelhandel seit Jahren unter strukturellem Druck stünden. Steigende Kosten und ein verändertes Konsumverhalten prägen die wirtschaftliche Situation, eine schnelle Entspannung ist nicht absehbar. Entsprechend angespannt ist die Lage in vielen Betrieben. Gleichzeitig gibt es insbesondere im gastronomieorientierten Getränkefachgroßhandel und im Getränkefachhandel weiterhin Chancen. Diese liegen vor allem in einer großen Dienstleistungstiefe und einer breiten Sortimentsvielfalt, mit denen sich zusätzliche Potenziale erschließen lassen.

Gestiegene Kosten und sinkende Absätze 

Zu den größten Herausforderungen zählen weiterhin steigende Kosten, insbesondere für Energie und bei den Löhnen. Zwar liegt die Inflationsrate inzwischen wieder bei rund zwei Prozent, dennoch haben die Unternehmen in der Branche erhebliche Kostensteigerungen zu bewältigen. Gleichzeitig ist eine spürbare Kaufzurückhaltung zu beobachten.

Die Versorgung des Außer-Haus-Marktes war über viele Jahrzehnte ein tragfähiges Geschäftsmodell und bleibt dies grundsätzlich auch weiterhin. Allerdings setzt es heute eine deutlich größere Dienstleistungstiefe und Sortimentsvielfalt voraus. Neben Bier, Mineralwasser und Erfrischungsgetränken gehören inzwischen auch Wein und Spirituosen zum Standardangebot. Zudem werden weitere Segmente stärker nachgefragt. Das Geschäftsmodell des Getränkefachgroßhandels entwickelt sich deshalb weiter. Neue Anforderungen ergeben sich unter anderem aus dem Thema Verpackungen, insbesondere Mehrwegverpackungen, sowie aus dem Einsatz von Großgebinden in der Gastronomie. Daraus entstehen neue Dienstleistungsfelder, die es in der aktuellen Phase inhaltlich zu begleiten gilt, um entsprechende Leistungen aufbauen zu können.

Neues Angebot: Kompetenzzentrum für Unternehmensnachfolge und Zukunftsfähigkeit 

„Die Idee dazu ist unmittelbar aus dem Tagesgeschäft entstanden“, erklärt Dirk Reinsberg. Insbesondere die Nachfrage nach Begleitung, Unterstützung, fachlichem Rat und Expertise rund um das Thema Unternehmensnachfolge ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Viele Unternehmen stehen vor einem Generationenwechsel und suchen Orientierung. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, proaktiv zu handeln und uns bekannte Berater und Dienstleister aus unterschiedlichen Themenfeldern in einem Kompetenzzentrum zusammenzuführen.

„Unser Ansatz ist es, sowohl konkrete Nachfolgeprozesse zu begleiten als auch Unternehmen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, frühzeitig Impulse zu geben. Über die Verbandsplattform stehen zahlreiche Kontakte zur Verfügung, die weiterhelfen können. Wir verstehen uns dabei als Brücke, um Fragestellungen der Unternehmensnachfolge strukturiert zu tragfähigen Lösungen zu führen“, sagt Reinsberg.

Die Beraterinnern und Berater, mit denen der BV GFGH im Kompetenzzentrum zusammenarbeitet, sind seit vielen Jahren in der Getränkebranche tätig. Sie verfügen über eine ausgewiesene Expertise, kennen die spezifischen Herausforderungen der Branche und sprechen die Sprache der Unternehmen. Es handelt sich nicht um branchenfremde Anbieter, sondern um Fachleute, die ihre Erfahrung über Jahre hinweg in der Getränkewirtschaft aufgebaut haben und deshalb schnell und praxisnah unterstützen können. Weitere Experten mit entsprechender Branchenkompetenz sind ausdrücklich eingeladen, diesen Kreis zu ergänzen.

Das vollständige Interview aus den Getränke News vom 04.02.2026 können Sie hier lesen:

Bierabsatz im Dezember mit stärkstem Rückgang seit 1993

Bierabsatz im Dezember mit stärkstem Rückgang seit 1993

Das Jahr 2025 ist und bleibt schwierig: Auch im Dezember präsentieren sich die Absatzzahlen tiefrot. Mit einem Minus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat verschlechtern sich die Zahlen weiterhin. Beim steuerpflichtigen Bierabsatz sieht es nicht anders aus. Laut dem Deutschen Brauer-Bund e.V. (DBB) verliert dieser 0,8 Prozent im Vergleich zum ebenfalls mauen November 2025. Der Export ebenfalls für Sorgenfalten: Im Vergleich zum Vormonat verliert er 0,8 Prozent.

Mit einem Minus von insgesamt sechs Prozent ist der Gesamtabsatz im Jahr 2025 auf rund 78 Millionen Hektoliter gesunken. Das ist der stärkste Absatzrückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1993.

82,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren im Jahr 2025 für den Inlandsverbrauch bestimmt. Dies bedeutet einen Rückgang zum Vorjahr von 5,8 Prozent auf rund 64 Millionen Hektoliter. Angesichts eines Jahresverlustes von fast fünf Millionen Hektolitern gesamt und vier Millionen Hektolitern steuerpflichtig kann es kein Trost sein, dass der Dezember mit weniger als einem Prozent Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat, entsprechend ca. 50.000 Hektolitern, das Jahr 2025 beinahe versöhnlich zu Ende gehen ließ.

Auch das Ergebnis des Dezembers kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsche Brauwirtschaft ein extrem herausforderndes Jahr hinter sich hat, das die Negativ-Trends der Vergangenheit in den Schatten stellt. Im Pandemie-Jahr 2020 mit mehrmonatigen Gastronomie-Lockdowns betrug der Absatzverlust im Vorjahresvergleich 5,5 Prozent.

Sachsen vermeldet ein Plus von 8,1 Prozent und führt damit die Statistik des steuerpflichtigen Bierabsatzes nach Bundesländern an. Auf Platz zwei folgt Baden-Württemberg mit einem Gewinn von 4,8 Prozent. Schlusslicht ist derzeit Sachsen-Anhalt mit einem Minus von 20,5 Prozent.

Quelle: Deutscher Brauer Bund

Großhandel sackt im November wieder ab

Großhandel sackt im November wieder ab

Der Großhandel muss einen ordentlichen Dämpfer hinnehmen: Leider kann sich der Trend der vergangenen Monate, in denen es zum Teil starke Anstiege zu vermelden gab, nicht fortsetzen. Im November fallen die Umsätze gegenüber Oktober um 7,3 Prozent (nominal minus 7,1 Prozent).

Auch der Vorjahresvergleich fällt schlecht aus: Der Getränkefachgroßhandel schließt den November 2025 mit einem realen Minus von 7 Prozent (nominal minus 4,6 Prozent) ab.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Gastgewerbe mit Aufschwung am Jahresende

Gastgewerbe rutscht im November weiter ab

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im November 2025 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 9 Prozent (nominal minus 9,2 Prozent) weniger umgesetzt als im Oktober 2025. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 1,7 Prozent und nominal ein Plus von 1,7 Prozent.

Die Umsatzdaten im Überblick:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe ist im Vergleich zum Vormonat real um 9 Prozent (nominal minus 9,2 Prozent) gesunken.
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht ein Umsatzminus von 5,5 Prozent (nominal minus 5,2 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Im Vergleich zum Oktober 2025 sinkt der reale Umsatz um 5,4 Prozent (nominal minus 5,3 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Umsatzminus von 3,8 Prozent (nominal minus 3,5 Prozent) im Vergleich zum Vormonat.
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Gegenüber Oktober 2025 kommt die Branche im November 2025 auf einen realen Umsatzverlust von 17 Prozent (nominal ein Minus von 18,6 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Im Vergleich zum Vormonat verbucht die Branche ein reales Plus von 2,4 Prozent (nominal plus 2,6 Prozent).

 Kumulierte Zahlen im Überblick:

Kumuliert betrachtet ergeben sich folgende Daten für die bisherigen Monate im Jahr 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2024:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe sinkt real um 3,2 Prozent (nominal plus 0,1 Prozent).
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht einen realen Umsatzrückgang von 4 Prozent (nominal ein Minus von 0,3 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Die Branche kommt auf ein reales Minus von 5,6 Prozent (nominal minus 1,9 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Minus von 3,8 Prozent (nominal ein Plus von 0,1 Prozent).
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Der reale Umsatz der Branche sinkt um 2,6 Prozent (nominal plus 0,1 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Kumuliert betrachtet, verbucht die Branche einen realen Umsatzverlust von 2,7 Prozent (nominal plus 1,6 Prozent).

 

Quelle: Statistisches Bundesamt