Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Das kalte Wetter und die geschlossene Gastronomie sorgen zum Jahresstart für ein historisches Absatzminus bei den deutschen Brauern. Sie erzielen im Januar ein Minus von 27 Prozent. Das entspricht 1,76 Millionen Hektoliter weniger Bier.

Der schwache Absatz im Dezember ließ bereits nichts Gutes ahnen. Der Inlandsbierabsatz vermeldet für Januar 2021 ein Minus von 28,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Export reduziert sich um 20,9 Prozent. Zwischen den Bundesländern liegt beim Gesamtabsatz eine Spannweite zwischen Mecklenburg-Vorpommern (minus 12,6 Prozent) und Hessen (minus 46,8 Prozent).

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Gastgewerbe verliert im Corona-Jahr mehr als ein Drittel Umsatz

Gastgewerbe verliert im Corona-Jahr mehr als ein Drittel Umsatz

​Der erste Lockdown im Frühjahr und der zweite seit November haben das deutsche Gastgewerbe hart getroffen. Das Corona-Jahr 2020 kostet Restaurants, Bars und Hotels 39 Prozent ihres Umsatzes. Das teilt das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Der Rückgang fällt noch stärker aus als bisher angenommen.

Bei den Beherbergungsunternehmen sinkt der Umsatz im Dezember gegenüber dem Vorjahr real um 83,4 Prozent (nominal minus 83,0 Prozent). Die Gastronomie erzielt ein reales Umsatzminus von 66,8 Prozent (nominal minus 65,1 Prozent), das getränkeintensivere Gaststättengewerbe ein reales Minus von 72,7 Prozent (nominal minus 70,8 Prozent). Die Schankwirtschaften (real minus 88,8 Prozent, nominal minus 87,7 Prozent) sowie die Caterer und sonstigen Verpflegungsdienstleister (real minus 44,3 Prozent, nominal minus 42,5 Prozent) müssen ebenfalls starke Abschläge verkraften.

Kumuliert betrachtet bricht der Umsatz der Hotels, Restaurants und Bars im Jahr 2020 real um 39,0 Prozent ein (nominal minus 36,6 Prozent). Die Beherbergungsunternehmen verzeichnen ein reales Minus von 45,8 Prozent (nominal minus 44,7 Prozent), die Gastronomen ein reales Minus von 35,0 Prozent (nominal minus 32,0 Prozent), die Caterer ein reales Minus von 34,2 Prozent (nominal minus 32,6 Prozent) und das getränkeintensivere Gaststättengewerbe ein reales Minus von 35,2 Prozent (nominal minus 31,8 Prozent). Die Schankwirtschaften setzen weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2019 um (real minus 51,3 Prozent, nominal minus 48,9 Prozent).

Trotz der ernüchternden Bilanz ist sich die Branche sicher, dass sie im Laufe des aktuellen Jahres an ihre bisherigen wirtschaftlichen Erfolge anknüpfen wird. Das derzeit schwer gebeutelte Gastgewerbe wird zusammen mit dem Rest der Branche wieder in Schwung kommen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Brauer verkaufen 2020 5­ Millionen Hektoliter weniger Bier

Es kommt wie erwartet. Die Brauer leiden massiv unter den Folgen der Pandemie. Die Gastronomie- und Eventbranche musste als erstes schließen und wird auch zuletzt zur Normalität zurückkehren. So kommt es, dass deutsche Brauer im vergangenen Jahr 5 Mio. Hektoiter weniger Bier verkaufen als 2019 (minus 5,5 Prozent). Viele Brauereien verzeichnen zwar einen Zuwachs beim Flaschenbier – das macht sich im Umsatz durch die deutlich höheren Fassbierpreise doch kaum bemerkbar.

Der Inlandsbierabsatz sinkt allein im Dezember um 5,9 Prozent. Der Export vermeldet im letzten Monat des Jahres ein Minus von 17,5 Prozent. Daraus ergibt sich ein Minus von 7,5 Prozent beim Gesamtbierabsatz im Vergleich zu 2019. Dieser zeigt wie gewohnt große Unterschiede zwischen den Bundesländern. So muss Baden-Württemberg ein Absatzminus von 18,8 Prozent hinnehmen, während Thüringen als einziges Land ein Plus erzielt (16,7 Prozent). Biermischgetränke sinken bundesweit zweistellig um 3,4 Prozent.

Kumuliert betrachtet reduziert sich der Inlandsbierabsatz im Jahr 2020 um 5,5 Prozent. Der Export sinkt um 5,8 Prozent und der Gesamtbierabsatz um 5,5 Prozent. Damit werden in Deutschland insgesamt 5 Mio. Hektoliter weniger Bier gebraut als 2019. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke unberücksichtigt. Diese sinken 2020 um überschaubare 2,9 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Mehrweg-Innovationspreis geht an Hassia Mineralquellen und fritz-kola

Mehrweg-Innovationspreis geht an Hassia Mineralquellen und fritz-kola

Mit dem Mehrweg-Innovationspreis ehren die Deutsche Umwelthilfe und die Stiftung Initiative Mehrweg bereits seit 2006 besonders zukunftsweisende Leistungen im Mehrwegbereich. Die Auszeichnung für das Jahr 2020 geht an Hassia Mineralquellen und fritz-kola. Beide Unternehmen erhöhen durch ihre Arbeit den ökologischen Vorsprung von Mehrweg vor Einweg begründet die Jury.

Der Mehrweg-Innovationspreis richtet sich von Verpackungsherstellern und Produktdesignern über Getränkeproduzenten und Abfüller bis hin zu Handelsunternehmen. Sogar engagierte Einzelpersonen können sich mit ihren Ideen rund um Glas-Mehrweg bewerben. Denn mit bis zu 50 Wiederbefüllungen und einem anschließenden hochwertigen Recycling sind Glas-Mehrwegflaschen schon lange ein Synonym für umweltfreundliche Verpackungslösungen. Der Wettbewerb stärkt die Wahrnehmung des deutschen Mehrwegsystems als moderne und hochtechnologische Verpackungsart und bietet eine öffentlichkeitswirksame Plattform.

Zu den Gewinnern zählt 2020 Hassia Mineralquellen. Durch modernste Abfüll- und Anlagentechnik trägt der Mineralbrunnen dazu bei, dass Mehrwegflaschen noch mehr Ressourcen und Energie einsparen und den ökologischen Vorsprung vor Einweg weiter ausbauen.

„Durch die neue Anlagentechnik kann Hassia den Abfüllprozess deutlich optimieren und unter anderem den Wasser und Energieaufwand signifikant reduzieren. Die neue Anlagentechnik unterstreicht nochmals, dass die politische Mehrwegförderung besonders wichtig ist, wenn es darum geht die gesetzlichen Klimaschutzziele zu erreichen und die Rekordmüllberge kleiner werden zu lassen“

Jens Oldenburg

Geschäftsführer der Stiftung Initiative Mehrweg

Fritz-kola hat 2020 mit der Aktion „Trink aus Glas“ eine beispielgebende Bewegung gestartet, um regionale Glas-Mehrwegflaschen in den Verkaufsregalen zum Standard zu machen und die Flut von Einweg-Plastikflaschen zu stoppen. Den angestrebten Systemwandel von Einweg zu Mehrweg soll Umweltministerin Svenja Schulze mit konsequenter Mehrwegförderung und einer Abgabe auf Einweg-Plastikflaschen und Dosen unterstützen, so die Initiatoren.

„Mit der Mehrweg-Bewegung „Trink aus Glas“ tut fritz-kola gezielt etwas für Klima- und Umweltschutz. Das Unternehmen will einen Systemwandel von Einweg zu Mehrweg in der Getränkeindustrie erreichen und Menschen dazu bewegen, ihre Getränke nur noch aus wiederbefüllbaren Glasflaschen zu trinken. Besonders wichtig ist dabei die Ansprache von jungen Leuten, die in Supermärkten fast nur noch Plastikflaschen sehen.“

Barbara Metz

Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin

Die fachkundige Jury besteht u. a. aus Kreislaufexperten der Stiftung Initiative Mehrweg, den dem Verband Pro Mehrweg, den Privaten Brauereien, der Deutschen Umwelthilfe und dem Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels.

Steckbriefe der ausgezeichneten Preisträger und Innovationen sowie Videostatements der Preisträger finden Sie unter www.duh.de/mehrweg-innovationspreis.

Auch in diesem Jahr werden wieder neue Mehrweg-Innovationen mit Fokus auf Glas gesucht. Die Ausschreibung für das Jahr 2021 wird in Kürze auf der Webseite erscheinen. Machen Sie mit und werden Teil der Mehrwegbewegung!

Gastgewerbe verliert im Corona-Jahr mehr als ein Drittel Umsatz

Gastgewerbeumsatz 2020 real voraussichtlich 38 Prozent niedriger als 2019

​Der zweite Lockdown führt im Gastgewerbe zu katastrophalen Verlusten. Im November sinkt der Umsatz real um 67,9 Prozent (nominal minus 66,4 Prozent). Das Statistische Bundesamt schätzt, dass der Jahresumsatz 2020 voraussichtlich 38 Prozent gegenüber 2019 sinken wird.

Bei den Beherbergungsunternehmen fällt der Umsatz gegenüber dem Vorjahr real um 82,2 Prozent (nominal minus 81,9 Prozent). Die Gastronomie erzielt ein reales Umsatzminus von 60,1 Prozent (nominal minus 57,9 Prozent), das getränkeintensivere Gaststättengewerbe ein reales Minus von 64,7 Prozent (nominal minus 62,2 Prozent). Die Schankwirtschaften (real minus 84,0 Prozent, nominal minus 82,4 Prozent) sowie die Caterer und sonstigen Verpflegungsdienstleister (real minus 45,1 Prozent, nominal minus 43,2 Prozent) müssen ebenfalls starke Abschläge wegstecken.

Im bisherigen Jahresverlauf bleiben die Umsätze der Branche real 35,9 Prozent unter dem Wert der ersten 11 Monate des Vorjahres (nominal minus 33,4 Prozent). Die Beherbergungsunternehmen verzeichnen im selben Zeitraum ein reales Minus von 42,8 Prozent (nominal minus 41,6 Prozent), die Gastronomen ein reales Minus von 31,9 Prozent (nominal minus 28,7 Prozent), die Caterer ein reales Minus von 33,6 Prozent (nominal minus 32,1 Prozent) und das getränkeintensivere Gaststättengewerbe ein reales Minus von 31,5 Prozent (nominal minus 27,8 Prozent). Die Schankwirtschaften setzen weiterhin fast nur die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr um und weisen einen realen Umsatzrückgang von 48,0 Prozent (nominal minus 45,0 Prozent) aus.

Quelle: Statistisches Bundesamt