Bierabsatz rutscht im März ins Minus

Bierabsatz rutscht im März ins Minus

Nach deutlich positiven Zahlen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 verzeichnen die deutschen Brauereien für den März ein Absatz-Minus von 1,3 Prozent. Geschuldet ist dies den wegen der Ukraine-Krise weggefallenen Ausfuhren nach Russland, das bislang zweitgrößter Exportmarkt für deutsches Bier war. Bei den Inlandsabsätzen bleiben die Zahlen dagegen im Plus.

Im Vergleich zum März des Vorjahres haben sich die Inlandsabsätze um 0,1 Prozent gesteigert. Angesichts der Tatsache, dass sich die Gastronomie voriges Jahr im Lockdown befunden habe, erscheine der Zuwachs zwar zunächst gering, teilt der Deutsche Brauer-Bund e.V. mit. Dabei sei aber zu bedenken, dass vorigen März (in korrigierten Zahlen) 14,2 Prozent mehr Bier im Inland abgesetzt worden sei als im März 2020. Verglichen mit dem März des Vor-Corona-Jahres 2019 wurden hierzulande im März 2022 sogar fast 790.000 hl mehr abgesetzt, was einem Plus von mehr als 14 Prozent entspricht.

Während die gestoppten Ausfuhren nach Russland zu dem erwähnten Gesamtminus von 1,3 Prozent geführt haben, liegen die Ausfuhren ins EU-Ausland mit 6,3 Prozent weiter deutlich im Plus. Im Bundesländervergleich für den März 2022 liegt Hessen mit einem Plus von 22 Prozent weiterhin vorne. Schlusslicht in der Statistik ist aktuell Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 17,6 Prozent im Vergleich zum März 2021.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bierabsatz rutscht im März ins Minus

Bierabsatz im Februar im Vergleich zum Vorjahr zweistellig im Plus

Dank geöffneter Gastronomie, Hotellerie und erster Veranstaltungen liegen die Februar-Absätze im Vergleich zum Vorjahr zweistellig im Plus. Und dennoch fehlen den Brauern und dem Getränkefachgroßhandel gegenüber Februar 2020, dem letzten Monat vor der Pandemie, mehr als 500.000 hl.  Aufgelaufen, also einschließlich Januar, liegen die Absätze sogar um 2 Mio. hl hinter dem Wert von 2020 zurück.

Auch wenn Januar und Februar im Rahmen des Möglichen damit für die Branche positive Zahlen bescherten, lassen die nächsten Monate befürchten, dass die positive Entwicklung durch die Ukraine-Krise einen Abbruch erfährt, denn noch sind die Auswirkungen des Krieges in die Zahlen nicht eingepreist: Der Wegfall der Exporte nach Russland (dem zweitwichtigsten Ausfuhrland für deutsches Bier) und die Auswirkungen der drastischen Energiepreis sowie massiv verteuerter Rohstoffe und Materialien werden zweifelsohne tiefe Spuren in der Absatzentwicklung hinterlassen.

Im Bundesländervergleich für den Februar 2022 führt Hessen erneut mit einem Plus von 26 Prozent. Sachsen-Anhalt liegt weiterhin hinten mit einem Minus von 12,3 Prozent. Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen ebenso wie im Januar ein Minus.

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Gastgewerbe startet mit starkem Plus in 2022

Gastgewerbe startet mit starkem Plus in 2022

Im Januar 2022 hat sich der Gastgewerbeumsatz im Vergleich zu 2021 mehr als verdoppelt (real plus 106,3 Prozent, nominal plus 114 Prozent). Damit kann die Branche allerdings leider noch nicht an die Umsätze, die vor Beginn der Pandemie erwirtschaftet wurden, anknüpfen. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass der Gastgewerbeumsatz im Januar 2022 noch real 35 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020 liegt. Bei der aktuellen Lockerung sämtlicher Corona-Maßnahmen bleibt zu hoffen, dass sich das Gastgewerbe 2022 von den vergangenen drastischen Auswirkungen erholt.

Mit real 110,3 Prozent (nominal plus 120,1 Prozent) mehr Umsatz erzielt auch das Gaststättengewerbe ein Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erwirtschaften im Januar 2022 ein reales Plus von 192,9 Prozent (nominal plus 201,8 Prozent ) im Vergleich zu Januar 2021. Auch die Schankwirtschaften setzen im Januar 2022 bedeutend mehr um als im Vorjahr: real plus 274,3 Prozent (nominal plus 296,8 Prozent). In der Gastronomie steigt der reale Umsatz im Januar 2022 im Vorjahresvergleich – dieses Mal um real 83,4 Prozent (nominal plus 92,5 Prozent).

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bierabsatz rutscht im März ins Minus

Bierabsatz startet mit einem Plus ins neue Jahr 2022

Die deutschen Brauereien starten mit einem erfreulichen Absatzplus von 7,3 Prozent ins neue Jahr 2022. Umgerechnet seien das etwa 300.000 hl, so der Deutsche Brauer-Bund e.V. und damit letztendlich trotzdem zu wenig, um die Januar-Verluste des letzten Jahres mit über 1,5 Millionen hl auszugleichen.

Im Bundesländervergleich für den Januar 2022 führt Baden-Württemberg die Positivtabelle mit plus 21,6 Prozent an. Sachsen-Anhalt hingegen muss ein Minus von 16,1 Prozent verbuchen – ein deutlicher Rückgang zum guten Ergebnis aus dem Vormonat (mit plus 8 Prozent).

Mit 8 Prozent im Plus rangieren auch die Ausfuhrabsätze in Drittstaaten. Allerdings resultieren diese zuletzt aus Lieferungen vor allem nach Russland, das sich mit knapp 2 Millionen hl pro Jahr zum zweitgrößten Exportmarkt der deutschen Brauereien entwickelt hat – nach Italien und noch vor China. Dieser wird durch die aktuelle Situation vermutlich vollständig zum Erliegen kommen. Zuletzt berichteten Exportbrauer von einem völligen Stillstand der Ausfuhren dorthin. In den aktuellen Zahlen bleiben alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke wie immer unberücksichtigt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Gastgewerbe startet mit starkem Plus in 2022

Umsatz im Gastgewerbe sinkt 2021 um 2,2 Prozent

Der Dezember 2021 verlief für das Gastgewerbe deutlich schlechter als gewöhnlich – allerdings auch deutlich besser als der Lockdown-Monat Dezember 2020. Jedoch reißt der von der vierten Corona-Welle geprägte letzte Monat des Jahres 2021 ein weiteres Umsatzminus in die Kassen der Branche. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind die von den Corona-bedingten Einschränkungen geprägten Jahre 2021 und 2020 damit die umsatzschwächsten im Gastgewerbe seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994.

Das Gastgewerbe muss auch im Dezember 2021 im Vergleich zum Vormonat ein Umsatzminus verbuchen: real minus 15,3 Prozent, nominal minus 15,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat – also dem „Lockdown-Monat“ Dezember 2020 – verzeichnet das Gastgewerbe ein reales Umsatzplus von 98,41 Prozent (nominal 102,2 Prozent).

Mit real 7,8 Prozent (nominal minus 7,5 Prozent) weniger Umsatz nimmt auch das Gaststättengewerbe ebenfalls ein erneutes Minus gegenüber dem Vormonat hin. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2020 (Lockdown) verbuchen aber auch die Gaststätten ein Umsatzplus (real 105,6 Prozent, nominal 109,8 Prozent). Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen schreiben im Dezember 2021 rote Umsatzzahlen von minus 28,1 Prozent (nominal minus 28,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern die Betriebe den realen Umsatz um 193,1 Prozent (nominal 196,4 Prozent). Auch die Schankwirtschaften setzen im Dezember 2021 weniger um als noch im Vormonat: real minus 23,9 Prozent (nominal minus 24 Prozent). In der Gastronomie fällt der reale Umsatz im Dezember 2021 im Vormonatsvergleich erneut – dieses Mal um real 8,3 Prozent (nominal minus 8,2 Prozent).

Kumuliert betrachtet sinkt der Umsatz im Gastgewerbe im Jahr 2021 um real 2,2 Prozent (nominal 0,1 Prozent). Die Beherbergungsunternehmen verzeichnen insgesamt ein reales Plus von 1,3 Prozent (nominal 2,6 Prozent), die Gastronomen verbuchen ein reales Gesamtminus von 4 Prozent (nominal minus 0,8 Prozent), die Caterer ein kumuliertes Minus von real 1,5 Prozent (nominal plus 1,2 Prozent) und das getränkeintensive Gaststättengewerbe ein reales Minus von 5,4 Prozent (nominal minus 2 Prozent). Die Schankwirtschaften liegen nach wie vor mit einem Minus von real 16,9 Prozent (nominal minus 11,7 Prozent) hinter den Umsätzen aus 2020 zurück.

Quelle: Statistisches Bundesamt