Getränke­einzel­handel startet mit realem Plus von 3,8 Prozent ins neue Jahr

Getränke­einzel­handel startet mit realem Plus von 3,8 Prozent ins neue Jahr

Nachdem der Getränkeeinzelhandel das vergangene Jahr mit einem realen Minus von 0,8 Prozent abschloss, teilt das Statistische Bundesamt für den Start des Jahres 2020 erfreuliche Zahlen mit. Die Betriebe erzielen im Januar ein reales, also preisbereinigtes, Umsatzplus von 3,8 Prozent und ein nominales von 5,7 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bund hält mit Kurzarbeitergeld gegen Corona

Bund hält mit Kurzarbeitergeld gegen Corona

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt die Wirtschaft zunehmend vor Herausforderungen. Um diesen erfolgreich entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung kurzfristig einen Gesetzentwurf beschlossen, der den Zugang zu Kurzarbeitergeld erleichtert.

„Unser Ziel ist, dass in dieser Situation möglichst kein Arbeitsplatz und kein Unternehmen dauerhaft Schaden nimmt“, erklärt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Aus diesem Grund handelt die Bundesregierung jetzt schnell und unbürokratisch: Der Bezug von Kurzarbeitergeld wird erleichtert. Altmaier betont, es gehe um den Erhalt von Arbeitsplätzen, Unternehmen und Wettbewerbsfähigkeit. Weil das neue Gesetz Bundestag und Bundesrat im Schnellverfahren zugeleitet wird, geht Heil davon aus, dass dieses noch in der ersten Aprilhälfte in Kraft treten kann. Von da an soll es zunächst bis Ende des Jahres gelten.

Die konkreten Maßnahmen des Gesetzes finden Sie hier. Wir informieren unsere Mitglieder weiterhin regelmäßig zu der aktuellen Lage und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Foto: © Olaf Kosinsky

Wirtschaftsverkehr in Hamburg: Wir halten die Stadt am Laufen!

Wirtschaftsverkehr in Hamburg: Wir halten die Stadt am Laufen!

Die Hamburger Wirtschaft wehrt sich gegen die geplante Reduzierung des Verkehrs in der City, bei der die Bedürfnisse des Wirtschafts- und Lieferverkehrs unberücksichtigt bleiben.

Ein Bündnis aus dem AGA Unternehmensverband, der Handwerkskammer Hamburg und sechs weiteren Verbänden – darunter dem Bundesverband – macht auf die Notwendigkeit eines flüssigen Wirtschaftsverkehrs aufmerksam, der das alltägliche Leben aller Bewohner gewährleistet. Eine Verminderung des Autoverkehrs darf nicht dazu führen, dass die Versorgungssicherheit und Lebensqualität der Menschen leiden, denn das konterkariert das Ziel der Verkehrswende: dem Menschen zu dienen.

Das Bündnis fordert in seiner Stellungnahme vom 28. Februar 2020 mit Nachdruck folgende konkrete Maßnahmen:

  • Erreichbarkeit gewährleisten: Gewerbetreibende und Dienstleister müssen ihre Kunden in Hamburg weiterhin direkt ansteuern können.
  • Besondere Lade-/Arbeitszonen, Mikro-Depots und Serviceparkplätze schaffen: Hamburgs Innenstadt braucht Lade- und Arbeitszonen sowie Serviceparkplätze, die dem Wirtschafts- und Lieferverkehr vorbehalten sind. Über Mikro-Depots wird das Bestücken von Lastenfahrrädern oder fußläufigen Transporthilfen für die Zustellung auf den letzten Metern ermöglicht.
  • Verkehrsinformation verbessern und digitalisieren: Digitale Verkehrs- und Parkraumlenkung kann Suchverkehre drastisch reduzieren. Hier erwarten Gewerbetreibende und Bürgerinnen und Bürger erhebliche Anstrengungen.
  • Dienstleistungen ermöglichen: Dienstleistungen wie z. B. Umzüge oder Reparaturen müssen auch außerhalb der allgemeinen Lieferzeiten möglich sein.

„Urbanes Leben und Arbeiten in einer nachhaltigen und lebenswerten Stadt braucht Mobilität und städtische Infrastruktur, die Wirtschafts- und Lieferverkehre langfristig ermöglicht und sicherstellt und nicht diskriminiert. Dies ist für das tägliche Leben in der Stadt ebenso existentiell wie für die Betriebe des Getränkefachgroßhandels, die die innerstädtische Belieferung mit Getränken aller Art tagtäglich gewährleisten. Zum Erhalt des Wirtschaftsfaktors Stadt ist daher ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen erforderlich, bei dem die Lieferverkehre hinreichende Berücksichtigung finden.“

Dirk Reinsberg, BV GFGH

Hier finden Sie das Forderungspapier.

Foto: © Timur Venkov

Erfolgreiches Branchenevent: GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2020.

Erfolgreiches Branchenevent: GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2020.

Am 27. und 28. Februar 2020 begrüßten wir über 600 Teilnehmer zu unserem jährlichen Branchenevent „GETRÄNKE. GROSS. HANDELN.“

Getränkefachgroß- und einzelhändler sowie namhafte Vertreter der Getränkeindustrie folgten unserer Einladung nach Berlin. Den zahlreichen Gästen bot sich ein vielseitiger Mix aus Preisverleihung, spannenden Vorträgen prominenter Keynote-Speaker und traditionellem Kommunikationsabend, bei dem 34 Präsentationsstände den Durst bei angeregten Dialogen zwischen Köpfen der Branche löschten.

Jury ehrt zum 14. Mal „Deutschlands beste Getränkehändler“

Die Preisverleihung „Deutschlands beste Getränkehändler“ eröffnete am Donnerstag den öffentlichen Teil der Veranstaltung. Dabei wurden u. a. Getränke Anderl in der Kategorie Getränkefachmarkt Kleinfläche bis 500 m2, Mebold Wein- und Getränkehandel (Großfläche ab 500 m2 ) und Getränkeland Heidebrecht (bestes Filialkonzept) von der fachkundigen Jury geehrt.

In seiner Eröffnungsrede rief Dirk Reinsberg die Branche dazu auf Brücken zu bauen. Nicht der kurzfristige, digitale Vorsprung Einzelner wird unternehmerischen Erfolg langfristig sichern, sondern ein gemeinschaftliches, nachhaltiges Vorgehen und die Errichtung eines einheitlichen Datenpools, so Reinsberg. Außerdem betonte er, dass in der Arbeitswelt von morgen die Unternehmer von heute gefragt sind, um dem Fach- und Arbeitskräftemangel wirksam zu begegnen.

Prominente Keynote-Speaker

Der Vortragsteil bot mit dem Auftaktvortrag von Botschafter Wolfgang Ischinger ein besonderes Highlight. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) gab dem Publikum einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Tagung der Regierungschefs und skizzierte seine Sicht auf die Folgen der veränderten Weltordnung. Freitagmorgen präsentierte Prof. Manfred Güllner, Gründer und Geschäftsführer des FORSA-Instituts, neue Zahlen zum Konsumverhalten beim Getränkekauf und sortierte die Stellung der Ernährungsbranche zwischen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und analoger Wirklichkeit ein.

Marcella Hansch
Architektin und Gründerin von Pacific Garbage Screening

„Wie der Plastikmüll uns bedroht − und was wir dagegen tun können“, darüber berichtete die Architektin und Gründerin von Pacific Garbage Screening, Marcella Hansch. Sie entwickelt mit ihrem Team eine Technologie zur Rettung der Weltmeere vor Plastik – ein hochaktuelles Thema. Zum Abschluss berichtete Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer IFH Köln, über den Getränkehandel im digitalen Zeitalter und zeigte auf, wohin die Reise geht und wie sich der GFGH auf die veränderten Konsumgewohnheiten seiner Kunden einstellen kann.

Die Stimmen der Branche sagen: Das Event war wie gewohnt vielseitig und bot interessante Highlights, die Lust auf mehr machen. Wann? GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2021. findet am 18. und 19. Februar 2021 im Vienna House Andel’s Berlin statt.

Weitere Impressionen der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Inlands­bier­absatz sinkt zu Jahresbeginn um 0,8 Prozent

Inlands­bier­absatz sinkt zu Jahresbeginn um 0,8 Prozent

 

Der Inlandsbierabsatz vermeldet für Januar 2020 ein Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die deutschen Brauer verkaufen somit rund 5,4 Mio. Hektoliter Bier. Der Export vermeldet ein erfreuliches Plus von 2,6 Prozent und korrigiert den Gesamtbierabsatz auf ein marginales Minus von 0,2 Prozent. Zwischen den Bundesländern liegt eine große Spannweite. Sachsen-Anhalt verzeichnet ein überraschendes Minus von 10,3 Prozent, dabei vermeldete das Bundesland im Kalenderjahr 2019 noch ein Plus von 4,5 Prozent und zählte damit zum absatzstärksten Bundesland. Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein/Hamburg führen im Januar mit einem Plus von 3,0 Prozent die Spitze an.

Quelle: Statistisches Bundesamt