Getränke­fach­groß­handel erzielt 2020 Corona-bedingtes Minus von 6,8 Prozent

Getränke­fach­groß­handel erzielt 2020 Corona-bedingtes Minus von 6,8 Prozent

Der Getränkefachgroßhandel erleidet 2020 ein Umsatzminus von real 6,8 Prozent (nominal minus 5,4 Prozent). Nach einem Jahr Pandemie ist die Lage in der Gastronomiebranche äußerst angespannt. GFGHs, die hauptsächlich die Gastronomie beliefern, bricht seit Monaten ihr Umsatz weg

Die Branche braucht dringend einen Fahrplan für den Re-Start. Allein im Dezember reduzierte sich der Umsatz der Großhändler real um 10,1 Prozent (nominal minus 9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. In der gestrigen Nachtsitzung von Bund und Ländern wurden die weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen bekanntgegeben. Und auch wenn die Abkehr vom reinen Festhalten an Inzidenzwerte, regionale Maßnahmen und die angekündigten Öffnungsmöglichkeiten fürs Einkaufen und Sport wichtig und richtig sind, so fehlt doch die klare Perspektive für die Gastronomie und somit letztlich für den Großhandel.

Quelle: Statistisches Bundesamt 

 
Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Das kalte Wetter und die geschlossene Gastronomie sorgen zum Jahresstart für ein historisches Absatzminus bei den deutschen Brauern. Sie erzielen im Januar ein Minus von 27 Prozent. Das entspricht 1,76 Millionen Hektoliter weniger Bier.

Der schwache Absatz im Dezember ließ bereits nichts Gutes ahnen. Der Inlandsbierabsatz vermeldet für Januar 2021 ein Minus von 28,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Export reduziert sich um 20,9 Prozent. Zwischen den Bundesländern liegt beim Gesamtabsatz eine Spannweite zwischen Mecklenburg-Vorpommern (minus 12,6 Prozent) und Hessen (minus 46,8 Prozent).

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Brauer verkaufen 2020 5­ Millionen Hektoliter weniger Bier

Es kommt wie erwartet. Die Brauer leiden massiv unter den Folgen der Pandemie. Die Gastronomie- und Eventbranche musste als erstes schließen und wird auch zuletzt zur Normalität zurückkehren. So kommt es, dass deutsche Brauer im vergangenen Jahr 5 Mio. Hektoiter weniger Bier verkaufen als 2019 (minus 5,5 Prozent). Viele Brauereien verzeichnen zwar einen Zuwachs beim Flaschenbier – das macht sich im Umsatz durch die deutlich höheren Fassbierpreise doch kaum bemerkbar.

Der Inlandsbierabsatz sinkt allein im Dezember um 5,9 Prozent. Der Export vermeldet im letzten Monat des Jahres ein Minus von 17,5 Prozent. Daraus ergibt sich ein Minus von 7,5 Prozent beim Gesamtbierabsatz im Vergleich zu 2019. Dieser zeigt wie gewohnt große Unterschiede zwischen den Bundesländern. So muss Baden-Württemberg ein Absatzminus von 18,8 Prozent hinnehmen, während Thüringen als einziges Land ein Plus erzielt (16,7 Prozent). Biermischgetränke sinken bundesweit zweistellig um 3,4 Prozent.

Kumuliert betrachtet reduziert sich der Inlandsbierabsatz im Jahr 2020 um 5,5 Prozent. Der Export sinkt um 5,8 Prozent und der Gesamtbierabsatz um 5,5 Prozent. Damit werden in Deutschland insgesamt 5 Mio. Hektoliter weniger Bier gebraut als 2019. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke unberücksichtigt. Diese sinken 2020 um überschaubare 2,9 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Getränke­fach­groß­handel erzielt 2020 Corona-bedingtes Minus von 6,8 Prozent

Getränke­fach­groß­handel: Minus 16,8 Prozent im November

Der Getränkefachgroßhandel musste im November erwartungsgemäß erhebliche Verluste hinnehmen. Der Umsatz bricht um 16,8 Prozent (nominal Minus 15,6 Prozent) ein. Nach einem knappen Jahr Pandemie ist die Lage in der Gastronomiebranche äußerst angespannt. Das belastet vor allem Getränkefachgroßhändler mit gastronomischem Schwerpunkt. Nach wie vor ist unklar, wann die Gastronomie wieder öffnen kann. Der aktuelle Lockdown wurde bis mindestens zum 14. Februar ausgeweitet.

Kumuliert betrachtet sinkt der Umsatz im Getränkefachgroßhandel bis einschließlich November real um 6,4 Prozent und nominal um 5,0 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt 

 
Dramatisches Minus von 27 Prozent bei Brauern im Januar

Bierabsatz im November: Weiterhin hohe Verluste

Der Lockdown in der Gastronomie, Event- und Partyverbote belasten die deutschen Brauer im November wie erwartet hart. Während die Zapfhähne trocken bleiben, bricht der Bierabsatz im Inland um 15,2 Prozent ein. Der Export vermeldet ein Minus von 8,2 Prozent. Daraus ergibt sich ein Minus von 14,1 Prozent (ca. 940.000 Hektoliter) beim Gesamtbierabsatz im Vergleich zu 2019. Dieser zeigt wie gewöhnlich große Unterschiede zwischen den Bundesländern. So muss Schleswig-Holstein/Hamburg ein Absatzminus von 44,0 Prozent hinnehmen, während Thüringen „nur“ ein Minus von 5,1 Prozent erzielt. Biermischgetränke sinken bundesweit zweistellig um 12,7 Prozent.

Kumuliert reduziert sich der Inlandsbierabsatz einschließlich November 2020 um 5,4 Prozent, der Export um 5,0 Prozent und der Gesamtbierabsatz um 5,3 Prozent. In den Zahlen werden alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke nicht berücksichtigt.

Quelle: Statistisches Bundesamt