Branchenevent GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2026

Branchenevent GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2026

2026 trifft sich das Who is Who der Getränkebranche zu unserem Branchentreffen GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. im Maritim Hotel in Bonn.

Freuen Sie sich auf zwei spannende Veranstaltungstage mit hochkarätigen Vorträgen und Impulsen, einer exklusiven Ausstellung sowie einem Abend voller Networking und Austausch in kommunikativer Atmosphäre.

GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2026
am 26. & 27. Februar 2026
im Maritim Hotel Bonn
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 1
53175 Bonn
 

 

Unsere Aussteller & Sponsoren

 

Treffpunkt Mehrweg: Ein erfolgreiches und hilfreiches Format feierte Premiere

Treffpunkt Mehrweg: Ein erfolgreiches und hilfreiches Format feierte Premiere

Die Idee für den „Treffpunkt Mehrweg“ entstand – ganz pragmatisch – auf einer längeren Autofahrt zwischen Dirk Reinsberg und Torsten Hiller (LOGIPACK). Was als Gedanke begann, wurde am 18. und 19. November 2025 im Kongresszentrum Dortmund zu einer neuen, erfolgreichen Branchenplattform. Rund 270 Gäste und über 20 Aussteller bestätigten: Dieses Format trifft einen Nerv – und stärkt das Thema Mehrweg sichtbar.

Ein zentrales Element des Erfolgs war das starke Engagement des BV GFGH: Der Verband übernahm die komplette Pressearbeit und Social-Media-Kommunikation, entwickelte gemeinsam mit LOGIPACK das Programm und unterstützte die Veranstaltung zusätzlich finanziell. Der erste Treffpunkt Mehrweg zeigte eindrucksvoll die Dynamik der Branche. Die Kombination aus REUSE-Expo, Fachvorträgen und Talkrunden bot einen kompakten Überblick über Innovationen, Trends und Herausforderungen entlang der Mehrwertschöpfungskette. 

Inhaltliche Impulse durch Fachvorträge und Diskussionen

Parallel zur Expo bot der Treffpunkt Mehrweg seinen Gästen im Goldsaal ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm, das die relevanten Zukunftsthemen der Branche in den Blick nahm. Den Auftakt machte Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH, der in seinem Vortrag die zentrale Frage stellte: „Ist Mehrweg Zukunft – oder kann das weg?“ Seine Antwort war eindeutig: „An Mehrweg führt kein Weg vorbei. Die Abfallvermeidung durch Wiederverwendung ist die ökonomisch und ökologisch sinnvollste Idee der Zukunft“. Er betonte, wie wichtig unternehmerische Weitsicht, Standardisierung, die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und ein verbindender Wille seien, um Mehrwegsysteme wirtschaftlich tragfähig zu halten. Gleichzeitig appellierte er an die Branche, stärker zusammenzuarbeiten und Synergien zu nutzen – ein Impuls, der von den Teilnehmenden mit viel Zustimmung aufgenommen wurde.

Es folgte ein breites Spektrum an Fachbeiträgen – unter anderem von Mario Benedikt, der die Bedeutung von Mehrweg im Getränkefachmarkt beleuchtete, sowie von Volker Lange vom Fraunhofer-Institut. Er zeigte auf, dass Verpackung mittlerweile zu den Top-4-Trendfeldern der Logistik zählt und großes Potenzial für Mehrweg birgt. Er machte deutlich, dass Standardisierung, digitale Transparenz und ein ganzheitlicher Blick auf Bestände, Bedarfe und Bewegungen entscheidend für erfolgreiche Mehrwegsysteme sind.

Mehrere anschließende Talkrunden vertieften die Themen und sorgten für angeregte Diskussionen – darunter Panels zu Synergiepotenzialen, logistischen Herausforderungen, Daten und Digitalisierung sowie Mehrweg im Fachmarkt.

Besonders eindrücklich waren die Einblicke von Claudia Patzwahl, Projektleiterin für Verpackungssteuer der Stadt Tübingen. Sie teilte ihre Erfahrungen, wie die kommunale Verpackungssteuer seit drei Jahren wirkt. Und tatsächlich: Die Verpackungssteuer wirkt als Mehrwegbooster. Der Anteil des Mehrwegangebots in Tübingen stieg um 90 Prozent an – das ist ein toller Erfolg!

Vernetzung, Diskussionen und ein starkes Signal für die Zukunft

Die zwei Tage in Dortmund machten deutlich: Mehrweg ist ein wirtschaftlich relevantes, technologisch dynamisches und gesellschaftlich wichtiges Zukunftsthema. Die vielen Begegnungen, der offene Austausch und die gemeinsame Arbeit an Lösungen sorgten für eine spürbare Aufbruchstimmung.

Der starke Zuspruch aller Teilnehmenden zeigt: Die Branche ist bereit, gemeinsam neue Wege zu gehen – und der Treffpunkt Mehrweg hat dafür das passende Format geschaffen.

 

Nachstehend finden Sie eine spannende Bildergalerie mit Impressionen der beiden Veranstaltungstage. 

Fotos: Jan Düfelsiek Photography
Zwischen Elefanten, Giraffen und Zapfhähnen: NetzwerkJunioren treffen sich in Leipzig

Zwischen Elefanten, Giraffen und Zapfhähnen: NetzwerkJunioren treffen sich in Leipzig

Das zweite NetzwerkJunioren-Treffen des Bundesverbands des Deutschen Getränkefachgroßhandels dieses Jahres, das in Kooperation mit GetränkeBizzNet organisiert wurde, fand am vergangenen Freitag in Leipzig statt. Die jungen Vertreterinnen und Vertreter der Getränkefachgroßhandelsbetriebe starteten den gemeinsamen Tag mit einer kompetenzorientierten Kurzvorstellung während der Busfahrt zur traditionsreichen Brauerei Ur-Krostitzer.

Im Rahmen einer spannenden Brauereivorstellung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Markenwelt und Erfolgsstrategie von Ur-Krostitzer. Die Brauerei zeigte eindrucksvoll, wie ihre konsequente Markenführung und enorme Verbundenheit mit der Region zum Erfolg führen. Mit rund 1,3 Millionen Hektolitern Jahresproduktion ist Ur-Krostitzer das absatzstärkste Bier in der Region – ein Ergebnis starker Partnerschaften (unter anderem mit RB Leipzig) und kreativer Kampagnen wie „Wahre Helden“. Besonders der Fokus auf lokale Verwurzelung und gezieltes Marketing für die junge Zielgruppe faszinierte die Teilnehmenden. Es wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Identifikation der Kundschaft mit den Produkten ist. Das Bier wird von vielen Konsumentinnen und Konsumenten liebevoll „Uri“ genannt und der Verkauf von Merchandise-Artikeln erreichte im Jahr 2025 ein Rekordhoch.

Nach dem Exkurs in die Brauwelt referierte Max Huesch über die Chancen des Kombinierten Verkehrs im Getränkefachgroßhandel. Er betonte, dass Nachhaltigkeit und Effizienz zunehmend Schlüsselthemen der Logistik sind. Durch die Verbindung der Flexibilität des Lkw mit der Umweltfreundlichkeit der Bahn können CO₂-Emissionen signifikant gesenkt werden – ein Güterzug ersetzt bis zu 35 Lkw-Fahrten. Beispiele aus der Praxis, etwa die Kooperation zwischen der Radeberger Gruppe, Getränke Ziegler und Doktor Cargo, zeigten eindrucksvoll, dass innovative Transportlösungen nicht mehr nur Zukunftsmusik sind, sondern in der Branche bereits erfolgreich umgesetzt werden.

Konkrete Umsetzungsmodelle und weitere Impulse kamen von Norbert Durugy und Michael Schiekofer, die über aktuelle Entwicklungen im Markt und praxisnahe Herausforderungen des Getränkefachgroßhandels berichteten. Einig waren sich alle darin, dass eine nachhaltige Veränderung hin zum Kombinierten Verkehr nur funktioniert und sich rentiert, wenn in der Kooperation die Innovationen in der Supply Chain vorangetrieben werden.

Nach dem fachlichen Teil stand das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt: Eine unterhaltsame Brauereiführung bot spannende Einblicke hinter die Kulissen der Ur-Krostitzer Produktion. Die Teilnehmenden staunten nicht schlecht, dass in einem vergleichsweise kleinen Brauhaus diese Mengen an Gerstensaft produziert werden. Das funktioniert auch aufgrund des 24/7 Schichtbetriebs im Unternehmen.

Den gemeinsamen Abend genossen die NetzwerkJunioren im Leipziger Zoo bei einer exklusiven Privatführung und ließen den Tag in entspannter Atmosphäre bei einem gemeinsamen Abendessen in der Kiwara Lodge mit angeregten Gesprächen ausklingen.

Mit frischen Ideen, praxisnahen Impulsen und einem starken Gemeinschaftsgefühl ging das Treffen zu Ende – voller Freude auf das nächste NetzwerkJunioren-Event Ende Februar bei GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. in Bonn.

BV GFGH initiiert Themenwochen auf LinkedIn: Gemeinsam die Stimme der Branche stärken

BV GFGH initiiert Themenwochen auf LinkedIn: Gemeinsam die Stimme der Branche stärken

Social-Media lebt davon, neue Wege zu gehen, auszuprobieren und etwas zu wagen –meistens wird es dann richtig gut. In den vergangenen Wochen haben wir mit unseren ersten Themenwochen auf LinkedIn zu Ausbildung und Tankbier ein Pilotprojekt gestartet, das sich als voller Erfolg erwiesen hat. Beide Inhalte sind für den Getränkefachgroßhandel von zentraler Bedeutung: Die Ausbildung sichert die Zukunft unserer Branche, während Tankbier als modernes Versorgungs- und Gastronomiekonzept neue Chancen eröffnet.

Unser Ziel war es, die Öffentlichkeitsarbeit unternehmens- und verbandsübergreifend strukturierter aufzubauen und die Reichweite der gesamten Branche zu bündeln, um Inhalte breit zu streuen und die Stimme des GFGH noch deutlicher nach außen zu tragen. Dafür hat der BV GFGH die Themen entwickelt, Texte, Visuals und Social-Media-Postings erarbeitet und allen Mitgliedsunternehmen sowie Partnerverbänden zur Verfügung gestellt. In einem kurzen Online-Termin wurde das Konzept vorgestellt und alle Fragen geklärt. Durch Teilen, Liken, Kommentieren und eigene Beiträge der Mitgliedsunternehmen erreichten wir eine starke Sichtbarkeit auf LinkedIn – auch bei politischen Entscheidungsträgern.

Das Pilotprojekt war ein erfolgreicher Auftakt. Daran wollen wir anknüpfen und künftig regelmäßig weitere Themenwochen zu wichtigen Branchenthemen umsetzen – gemeinsam und mit noch mehr Schlagkraft.

Europäische Zusammenarbeit im Getränkegroßhandel weiter ausbauen: Nachbericht zur CEGROBB-Generalversammlung 2025 in Barcelona

Europäische Zusammenarbeit im Getränkegroßhandel weiter ausbauen: Nachbericht zur CEGROBB-Generalversammlung 2025 in Barcelona

Bilder: © BV GFGH

Die Vereinigung CEGROBB vertritt den europäischen Getränkegroßhandel und setzt sich für faire Preismechanismen, günstige Rechtsrahmen und Kundenschutzmaßnahmen ein. CEGROBB engagiert sich in verschiedenen Bereichen, beispielsweise durch die Teilnahme an Branchenforen, die Zusammenarbeit mit Stakeholdern und die Stärkung des Markenimages durch PR-Aktivitäten. Ziel ist es, durch Zusammenarbeit und Wissensaustausch eine nachhaltige Getränkebranche in Europa zu fördern.

Die diesjährige Generalversammlung fand am 15. und 16. Mai in Barcelona statt – dabei war neben Vertreterinnen und Vertretern aus Portugal, Luxemburg, Spanien, Belgien, Frankreich und den Niederlanden auch der BV GFGH.

Automatisches Hochregallager spart Platz und Zeit

Neben der weiteren Vernetzung stand auch der Besuch zweier Getränkegroßhändler in Spanien auf dem Programm. Dafür traf sich die Gruppe, um mit dem Reisebus zur B-Grup, dem ersten Stopp des Tages, zu fahren. Der spanische Großhändler vertreibt neben Getränken auch frische und tiefgekühlte Lebensmittel, Konserven sowie Servietten. Während sich deutsche Getränkefachgroßhändler nahezu ausschließlich auf Durstlöscher spezialisieren, ist es in Spanien üblich, auch andere Lebensmittel wie Obst und Gemüse aus einer Hand zu bestellen.

Das vollautomatische Lager der B-Group beeindruckte mit über 29.000 Palettenplätzen, die von selbstfahrenden Robotern ent- und beladen werden. Das Hochregallager wurde innerhalb von nur sechs Monaten aufgebaut und in Betrieb genommen. Es spart extrem viel Platz, Zeit und vereinfacht die Arbeit der Mitarbeitenden um ein Vielfaches – ein wichtiger Faktor in Zeiten des Fachkräftemangels. Hier arbeiten Roboter und Menschen Hand in Hand. Neben Schulungen der Mitarbeitenden bietet die Firma Exotec by DEXTER einen ständigen Support bei technischen Fragen und ist mit Servicekollegen vor Ort vertreten. In der Lagerhalle wird im Dreischichtbetrieb gearbeitet. Die Roboter werden am Wochenende abgeschaltet und am Montagmorgen wieder gestartet.

Austausch über länderspezifische Herausforderungen stand im Vordergrund

Bei einem weiteren Besuch bei einem Getränkegroßhändler ist Folgendes aufgefallen: Mehrweg? Fehlanzeige! In Spanien existiert derzeit kein flächendeckendes Mehrwegsystem für Getränke. Zwar gab es traditionell Mehrwegflaschen, insbesondere für Wein, doch diese Systeme sind im Laufe der Zeit weitgehend verschwunden. Aktuell werden Getränke überwiegend in Einwegverpackungen verkauft. Allerdings plant die spanische Regierung die Einführung eines landesweiten Pfandsystems für Einweg-Getränkeverpackungen: das sogenannte „Sistema de Depósito, Devolución y Retorno“ (SDDR). Es soll ab November 2026 in Kraft treten und Plastikflaschen und Dosen mit einem Volumen von bis zu drei Litern sowie Verpackungen für Wasser, Säfte, Erfrischungsgetränke, Energydrinks und alkoholische Getränke umfassen.

Anschließend kam die Verbandsgruppe im Büro der spanischen Föderation „FEDIS Horeca“ zusammen, um über die zukünftige Ausrichtung von CEGROBB zu sprechen. Dabei waren sich alle Teilnehmenden einig, dass die Herausforderungen in diesen Zeiten nicht kleiner werden. Bei PPWR, Nachhaltigkeit und der globalen wirtschaftlichen Lage ist eine starke europäische Zusammenarbeit erforderlich. Genau dafür wurde in diesen beiden Tagen der Grundstein gelegt. Anschließend stellte Präsident Michel Haeltermann den Jahreshaushalt vor und alle Mitgliedsunternehmen sprachen über ihre individuellen Herausforderungen. Dieser Austausch war äußerst wertvoll, da deutlich wurde, dass es zwar unterschiedliche Hürden, aber auch gemeinsame Problemstellungen gibt. Diese können nun im europäischen Verbund gemeinsam gelöst werden. Das anschließende gemeinsame Abendessen festigte diese überstaatliche Verbindung.

Verbände stellten sich vor

Am zweiten Tag des CEGROBB-Jahrestreffens wurde zunächst eine Präsentation über die Ausgestaltung der PPWR-Maßnahmen in Spanien gehalten. Mit dem geplanten Pfandsystem sollen die Recyclingquote auf 90–95 Prozent erhöht und die Abfallmenge in gelben Recyclingtonnen um 15 Prozent reduziert werden. Dies ist notwendig, da Spanien die EU-Vorgaben, die eine Recyclingquote von 70 Prozent bis 2025 und 90 Prozent bis 2029 fordern, bislang nicht erfüllt hat. In der Gastronomie sollen bis 2025 mindestens 80 Prozent des Bieres und 30 Prozent des Wassers in Mehrwegflaschen verkauft werden.

Anschließend stellten sich die beiden Verbände aus Luxemburg und Belgien vor und präsentierten ihre Themen für die kommenden Monate. Außerdem wurde vereinbart, dass die spanische Vertretung künftig die Websitepflege übernimmt. Der Aufbruch ist spürbar! Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.