Bierabsatz: Dry January sorgt für miesen Start ins Jahr 2026

Bierabsatz: Dry January sorgt für miesen Start ins Jahr 2026

Der Trend setzt sich in 2026 fort: Auch im Januar präsentieren sich die Absatzzahlen tiefrot. Mit einem Minus von 11,9 Prozent gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 verschlechtern sich die Zahlen weiterhin. Beim steuerpflichtigen Bierabsatz sieht es nicht anders aus. Laut dem Deutschen Brauer-Bund e.V. (DBB) verliert dieser 12,6 Prozent im Vergleich zum ebenfalls mauen Dezember 2025. Der Export sorgt ebenfalls für Sorgenfalten: Im Vergleich zum Vormonat verliert er 8,4 Prozent.

Wer glaubt, dass gesellschaftliche Strömungen wie der „Dry January” lediglich temporäre Erscheinungen sein könnten, sieht sich angesichts der Absatzzahlen des Januars mit dem Beweis des Gegenteils konfrontiert. So fehlen bereits im ersten Monat des Jahres insgesamt mehr als 650.000 hl, was einem Rückgang von 11,9 Prozent entspricht. Steuerpflichtig sind es knapp 600.000 Hektoliter, was einem Minus von 12,6 Prozent entspricht. Die Differenz von 75.000 hl ergibt bei den Ausfuhren einen Fehlbetrag von 8,4 Prozent. Der Januar war vergleichsweise kalt, aber das reicht als Erklärung nicht aus. Der Januar 2025 als Referenzmonat war mit einem Rückgang von 1,7 Prozent noch vergleichsweise stabil.

Sachsen-Anhalt vermeldet ein Plus von 28 Prozent und führen damit die Statistik des steuerpflichtigen Bierabsatzes nach Bundesländern an. Auf Platz zwei folgen Rheinland-Pfalz und das Saarland mit einem Verlust von 0,1 Prozent. Schlusslicht ist derzeit Hessen mit einem Minus von 50 Prozent.

Quelle: Deutscher Brauer Bund

Großhandelsumsatz steigt im Dezember an

Großhandelsumsatz steigt im Dezember an

Der Großhandel mit einem Lichtblick zum Jahresende: Im Dezember steigen die Umsätze gegenüber November um 14,3 Prozent (nominal plus 14,3 Prozent).

Der Vorjahresvergleich fällt hingegen schlecht aus: Der Getränkefachgroßhandel schließt den Dezember 2025 mit einem realen Minus von 4,5 Prozent (nominal minus 1,9 Prozent) ab.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Gastgewerbe mit Aufschwung am Jahresende

Gastgewerbe mit Aufschwung am Jahresende

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Dezember 2025 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 2,6 Prozent (nominal plus 3 Prozent) mehr umgesetzt als im November 2025. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 2,2 Prozent und erreichte nominal ein Plus von 1,3 Prozent.

Die Umsatzdaten im Überblick:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe ist im Vergleich zum Vormonat real um 2,6 Prozent (nominal plus 3 Prozent) gesunken.
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht ein Umsatzplus von 8 Prozent (nominal plus 8,1 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Im Vergleich zum November 2025 steigt der reale Umsatz um 9 Prozent (nominal plus 9,2 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Umsatzplus von 4,9 Prozent (nominal plus 5 Prozent) im Vergleich zum Vormonat.
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Gegenüber November 2025 kommt die Branche im Dezember 2025 auf einen realen Umsatzverlust von 1,2 Prozent (nominal ein Minus von 1,2 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Im Vergleich zum Vormonat verbucht die Branche ein reales Minus von 5,5 Prozent (nominal minus 5,4 Prozent).

 Kumulierte Zahlen im Überblick:

Kumuliert betrachtet ergeben sich folgende Daten für die bisherigen Monate im Jahr 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2024:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe sinkt real um 3,2 Prozent (nominal plus 0,2 Prozent).
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht einen realen Umsatzrückgang von 3,9 Prozent (nominal ein Minus von 0,2 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Die Branche kommt auf ein reales Minus von 5,6 Prozent (nominal minus 2 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Minus von 3,6 Prozent (nominal ein Plus von 0,2 Prozent).
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Der reale Umsatz der Branche sinkt um 2,6 Prozent (nominal plus 0,3 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Kumuliert betrachtet, verbucht die Branche einen realen Umsatzverlust von 2,4 Prozent (nominal plus 1,8 Prozent).

 

Quelle: Statistisches Bundesamt

Bierabsatz: Dry January sorgt für miesen Start ins Jahr 2026

Bierabsatz im Dezember mit stärkstem Rückgang seit 1993

Das Jahr 2025 ist und bleibt schwierig: Auch im Dezember präsentieren sich die Absatzzahlen tiefrot. Mit einem Minus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat verschlechtern sich die Zahlen weiterhin. Beim steuerpflichtigen Bierabsatz sieht es nicht anders aus. Laut dem Deutschen Brauer-Bund e.V. (DBB) verliert dieser 0,8 Prozent im Vergleich zum ebenfalls mauen November 2025. Der Export ebenfalls für Sorgenfalten: Im Vergleich zum Vormonat verliert er 0,8 Prozent.

Mit einem Minus von insgesamt sechs Prozent ist der Gesamtabsatz im Jahr 2025 auf rund 78 Millionen Hektoliter gesunken. Das ist der stärkste Absatzrückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1993.

82,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren im Jahr 2025 für den Inlandsverbrauch bestimmt. Dies bedeutet einen Rückgang zum Vorjahr von 5,8 Prozent auf rund 64 Millionen Hektoliter. Angesichts eines Jahresverlustes von fast fünf Millionen Hektolitern gesamt und vier Millionen Hektolitern steuerpflichtig kann es kein Trost sein, dass der Dezember mit weniger als einem Prozent Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat, entsprechend ca. 50.000 Hektolitern, das Jahr 2025 beinahe versöhnlich zu Ende gehen ließ.

Auch das Ergebnis des Dezembers kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsche Brauwirtschaft ein extrem herausforderndes Jahr hinter sich hat, das die Negativ-Trends der Vergangenheit in den Schatten stellt. Im Pandemie-Jahr 2020 mit mehrmonatigen Gastronomie-Lockdowns betrug der Absatzverlust im Vorjahresvergleich 5,5 Prozent.

Sachsen vermeldet ein Plus von 8,1 Prozent und führt damit die Statistik des steuerpflichtigen Bierabsatzes nach Bundesländern an. Auf Platz zwei folgt Baden-Württemberg mit einem Gewinn von 4,8 Prozent. Schlusslicht ist derzeit Sachsen-Anhalt mit einem Minus von 20,5 Prozent.

Quelle: Deutscher Brauer Bund

Großhandelsumsatz steigt im Dezember an

Großhandel sackt im November wieder ab

Der Großhandel muss einen ordentlichen Dämpfer hinnehmen: Leider kann sich der Trend der vergangenen Monate, in denen es zum Teil starke Anstiege zu vermelden gab, nicht fortsetzen. Im November fallen die Umsätze gegenüber Oktober um 7,3 Prozent (nominal minus 7,1 Prozent).

Auch der Vorjahresvergleich fällt schlecht aus: Der Getränkefachgroßhandel schließt den November 2025 mit einem realen Minus von 7 Prozent (nominal minus 4,6 Prozent) ab.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Gastgewerbe mit Aufschwung am Jahresende

Gastgewerbe rutscht im November weiter ab

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im November 2025 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 9 Prozent (nominal minus 9,2 Prozent) weniger umgesetzt als im Oktober 2025. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 1,7 Prozent und nominal ein Plus von 1,7 Prozent.

Die Umsatzdaten im Überblick:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe ist im Vergleich zum Vormonat real um 9 Prozent (nominal minus 9,2 Prozent) gesunken.
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht ein Umsatzminus von 5,5 Prozent (nominal minus 5,2 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Im Vergleich zum Oktober 2025 sinkt der reale Umsatz um 5,4 Prozent (nominal minus 5,3 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Umsatzminus von 3,8 Prozent (nominal minus 3,5 Prozent) im Vergleich zum Vormonat.
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Gegenüber Oktober 2025 kommt die Branche im November 2025 auf einen realen Umsatzverlust von 17 Prozent (nominal ein Minus von 18,6 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Im Vergleich zum Vormonat verbucht die Branche ein reales Plus von 2,4 Prozent (nominal plus 2,6 Prozent).

 Kumulierte Zahlen im Überblick:

Kumuliert betrachtet ergeben sich folgende Daten für die bisherigen Monate im Jahr 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2024:

  • Gastgewerbe: Der Umsatz im Gastgewerbe sinkt real um 3,2 Prozent (nominal plus 0,1 Prozent).
  • Gaststätten: Das Gaststättengewerbe verbucht einen realen Umsatzrückgang von 4 Prozent (nominal ein Minus von 0,3 Prozent).
  • Schankwirtschaften: Die Branche kommt auf ein reales Minus von 5,6 Prozent (nominal minus 1,9 Prozent).
  • Gastronomie: Die Gastronomie verzeichnet ein reales Minus von 3,8 Prozent (nominal ein Plus von 0,1 Prozent).
  • Hotels und sonstige Beherbergungsstätten: Der reale Umsatz der Branche sinkt um 2,6 Prozent (nominal plus 0,1 Prozent).
  • Cateringunternehmen und sonstige Verpflegungsdienstleistungen: Kumuliert betrachtet, verbucht die Branche einen realen Umsatzverlust von 2,7 Prozent (nominal plus 1,6 Prozent).

 

Quelle: Statistisches Bundesamt