GEDAT-Zahlen zeigen Auswirkungen des Lockdowns auf den GFGH

GEDAT-Zahlen zeigen Auswirkungen des Lockdowns auf den GFGH

Presseerklärung der GEDAT Getränkedaten GmbH vom 23. Februar 2021:

Lockdown: Lieferungen an Gastronomie um rund 80 Prozent eingebrochen“

GEDAT-Zahlen zeigen Ausmaß auf den Getränkefachgroßhandel im Außer-Haus-Markt

Der Lockdown im März/April 2020 sowie der ab November 2020 geltende (Teil-) Lockdown haben die Getränkebranche schwer getroffen. Der deutsche Getränkefachgroßhandel ist unterschiedlich aufgestellt. Während Streckenlogistiker mit der Belieferung an den Lebensmittel-einzelhandel sowie Getränkeabholmärkte weniger betroffen sind, manche sogar die Anzahl der Belieferungen steigern konnten, sieht es im Außer-Haus-Markt anders aus. Wie hoch die Auswirkungen für den Getränkefachgroßhandel dort sind, zeigen Auswertungen der GEDAT Getränkedaten GmbH. Basis der Erhebung ist die Anzahl der monatlich belieferten Betriebe im Außer-Haus-Markt durch den Getränkefachgroßhandel.

Es ist zu erkennen, dass in der Vor-Corona-Zeit neben den gewöhnlichen saisonalen Schwankungen die Anzahl der monatlichen Lieferungen auf relativ konstantem Niveau bleibt. So gibt es auch 2019 das im Jahresvergleich typische hohe Niveau im Sommer und einen leichten Rückgang zum Winter. Mit Beginn des ersten Lockdowns am 19. März 2020 sinkt das Niveau auf einen Schlag drastisch. Es ist ein Rückgang von rund 80% im April festzustellen. Die anschließende Erholung tritt nach Ende des ersten Lockdowns ab Mai 2020 ein und findet ihren Höhepunkt im September des Jahres. Dabei bleibt sie aber unter dem Ursprungsniveau der Vergleichsmonate des Vorjahres 2019.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich mit Beginn des zweiten (Teil-)Lockdowns im November 2020 ab. Wieder sinkt die Anzahl der durch den Getränkefachgroßhandel belieferten Betriebe im Außer-Haus-Markt dramatisch, diesmal auf einen Index von 24,2 und damit 60,5 Punkte weniger als im Vormonat Oktober. Der Dezember liegt auf einem Index von 22,2 und somit auf vergleichbarem Niveau. Die Prognosen der noch nicht abschließend vorliegenden Daten für den Lockdown-Monat Januar 2021 zeigen keine Entspannung. Im Gegenteil, laut derzeitiger Hochrechnung ist mit einem weiteren Rückgang zu rechnen.

Ein Blick auf die Betriebe nach Geschäftstyp zeigt unterschiedliche Verläufe. So ist die Anzahl der Lieferungen im ersten Lockdown ähnlich stark im Bereich Beherbergung um rund 85% und bei Betrieben mit Fokus auf den Getränkeverkauf um fast 90% eingebrochen. Die Speisegastronomie kommt leicht besser davon, dort ist es ein Rückgang um rund drei Viertel. Die anschließende Erholung im Sommer 2020 fällt bei den Betriebsformen recht ähnlich aus. Während der Mai noch etwas zurückhaltend ist, steigt die Anzahl der belieferten Betriebe über den Sommer wieder auf ein vergleichbares, wenn auch reduziertes Niveau von vor dem Lockdown. Die Speisegastronomie erreichte in den Sommermonaten 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Indexwert von immerhin 83,2 im Juni (Vorjahresmonat 100), im Juli 88,4 (Vorjahresmonat 100), im August 89,7 (Vorjahresmonat 97,7) und im September einen Jahreshöchststand von 91,3 (Vorjahresmonat 98,4). Einen ähnlichen Verlauf gibt es bei den Beherbergungsbetrieben, dort sind es für den gleichen Zeitraum von Juni bis September Indexwerte von 81,8 (Vorjahresmonat 100), 90,5 (Vorjahresmonat  99,5), 91,5 (Vorjahresmonat  98,9) und 91,3 (Vorjahresmonat 97,9). Betriebe mit dem Fokus auf den Getränkeausschank können sogar leicht bessere Werte verzeichnen, dort steigt der Indexwert in diesen Monaten auf 83,7 (Vorjahresmonat 100), 90,3 (Vorjahresmonat 98,6), 91,7 (Vorjahresmonat 98,6) und im September auf einen Höchststand von 92,2 (Vorjahresmonat 97,5). Im Vergleich zum Vorjahr werden über alle Betriebsformen gesehen im September aber dennoch 6,4 Indexpunkte eingebüßt.

Der zweite Lockdown ab November 2020 führte wieder zu starken Abstürzen. Dort zählen die Betriebe mit Fokus auf den Getränkeverkauf zu den größten Verlierern und sinken mit einem Index von 13,5 erneut auf ein ähnlich niedriges Niveau wie beim ersten Lockdown. Im Vergleich zum Vormonat Oktober ist das ein Verlust von 57,2 Indexpunkten. Nicht ganz so hoch sind die Verluste bei den Beherbergungsbetrieben. Dort sinkt der Index von 82,3 im Oktober 2020 dann im November auf 23,1, was einem Verlust von 59,2 Indexpunkten entspricht. Am besten kommen Betriebe mit Ausrichtung auf den Verkauf von Speisen weg, sie sinken im November 2020 auf einen Index von 32,3. Damit verzeichnen sie einen Verlust von 53,2 Punkten zum Vormonat Oktober, dort lag der Index bei 85,5.

Zur Methodik

Die Zahlen basieren auf der monatlichen Anzahl belieferter Objekte durch den Getränkefachgroßhandel (durchschnittliche Größe der Stichprobe von meldenden GFGH pro Monat n=922). Berücksichtigt sind Lieferungen in Betriebe unterteilt auf die Schwerpunkte Ausschank von Getränken, Verkauf von Speisen und Beherbergung. Dabei ist zu beachten, dass die Übergänge fließend sind und viele Mischformen existieren. Betriebsformen mit Schwerpunkt auf Getränke umfassen neben der klassischen Kneipe auch Cafés, Bars und Gaststätten mit einer Speisekarte, die während des Lockdowns durchaus Mitnahmegeschäft betreiben können. Betriebsformen mit Schwerpunkt auf Speisen sind Restaurants und etwa Systemgastronomie, Rasthöfe, Imbisse. Zur Beherbergung zählen Betriebe mit jeglicher Ausrichtung auf Übernachtungen, wie Hotels, Pensionen oder Jugendherbergen.

Beginn des Betrachtungszeitraums ist der Monat Juni 2019, dessen Anzahl belieferter Objekte den Indexwert 100 darstellt. Über den Indexwert wird die relative Veränderung der Anzahl belieferter Objekte pro Monat im Verhältnis zum Ausgangsmonat ausgedrückt. Ein Index von 110 bedeutet eine Veränderung von +10%, ein Indexwert von 90 bedeutet eine Veränderung von -10% zum Ausgangswert.

Weitere Informationen unter: www.gedat-service.de/aktuelles | Bildmaterial

Über GEDAT Getränkedaten GmbH

GEDAT ist DIE Plattform für den Informationsaustausch in der Getränkebranche. Wir bieten automatisierte Prozesse im Bereich der indirekten Distribution. Wir verbinden über 2.000 Getränkefachgroßhändler mit rund 70 Herstellern aus den Bereichen Bier, Mineralbrunnen, AfG, Spirituose und Wein. Unabhängig vom Sortiment oder davon, ob ein Akteur national, regional oder lokal aktiv ist. Kommen auch Sie dazu! www.gedat-service.de

Brauereien fordern in offenem Brief Unterstützung von Politik

Brauereien fordern in offenem Brief Unterstützung von Politik

Berlin, 22. Februar 2021: Über 300 Brauereien fordern in einem offenen Brief Unterstützung von der Politik und senden damit in einer historischen Krise ein klares Zeichen der Solidarität!

Initiiert wurde die Aktion vom Deutschen Brauer-Bund und den Privaten Brauern. Die Unternehmen hinter den Unterschriften stehen zusammen für ca. 95 Prozent des in Deutschland gebrauten Biers. Der Getränkefachgroßhandel steht an der Seite der Brauereien, ist er doch ebenso in großen Teilen von den Schließungen der Gastronomie und Kneipen sowie dem lahmgelegten Veranstaltungswesen betroffen.

Sie finden den Brief unter: www.brauer-bund.de/OffenerBrief

„Die Branche wird wieder in Schwung kommen“ – Dirk Reinsberg im Gespräch mit Getränke News

„Die Branche wird wieder in Schwung kommen“ – Dirk Reinsberg im Gespräch mit Getränke News

Der erneute Lockdown seit Anfang November hat die Krise der Gastronomie und der Getränkebranche noch einmal verschärft. Absatz- und Umsatzrückgänge haben historische Dimensionen. Davon betroffen ist auch der gastronomieorientierte Getränkefachgroßhandel (GFGH). Getränke News fragte GFGH-Bundesverbandschef Dirk Reinsberg nach den größten Herausforderungen für 2021.

Getränke News: Was werden 2021 die größten Herausforderungen der Getränkebranche sein? Ab wann erwarten Sie wirtschaftlichen Aufschwung?

Reinsberg: Unser vordringlichstes Ziel muss sein, die Pandemie gemeinschaftlich nachhaltig zu bekämpfen und einzudämmen. Gelingt uns dies, wovon ich überzeugt bin, werden wir auch im Laufe des Jahres 2021 und den Folgejahren an bisherige wirtschaftliche Erfolge anknüpfen können. Die derzeit schwer gebeutelte Gastronomie, der gastronomieorientierte Getränkefachgroßhandel und fassbierorientierte Brauer werden wieder in Schwung kommen.

Getränke News: Was fordern Sie bis dahin von der Politik?

Reinsberg: Die bereits initiierten Maßnahmen sowie Wirtschaftshilfen sollten unbürokratisch abgewickelt und ausgezahlt werden und gegebenenfalls auf ein volkswirtschaftlich vertretbares Maximum ausgeweitet werden. Gleichzeitig sollte seitens der Politik Klarheit darüber geschaffen werden, dass sich die Steuerlast der Unternehmen aufgrund der aktuell erhöhten Staatsausgaben in den nächsten Jahren nicht negativ verändern wird. Das gibt Planungssicherheit und fördert unternehmerisches Handeln. Beides brauchen wir, um die ohnehin auf der Agenda stehenden Herausforderungen anzugehen und zu meistern.

Getränke News: … die da wären?

Reinsberg: Digitalisierung und Klimawandel. Zwei Megathemen, deren Auswirkungen auch wir in der Getränkebranche unmittelbar zu spüren bekommen. Wir sollten hier die Herausforderung annehmen und aktiv handeln und gestalten. Ein Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Getränke News: Wie sollte sich der Getränkefachgroßhandel darauf vorbereiten?

Reinsberg: Jeder Getränkefachgroßhändler muss sich die Frage stellen, wie er in einem zunehmend digitalisierten Umfeld seine internen Prozesse anpasst, optimiert und digitalisiert. In diesem Bereich ist durch die Corona-Krise eine Dynamik zu spüren, der sich kaum einer zu entziehen vermag. Digitale Netzwerke und Plattformen bilden teilweise einen vollkommen neuen Wirtschaftszweig bzw. revolutionieren bestehende
Dienstleistungsangebote. Der sich abzeichnende Wandel ist fundamental und nicht jeder ist darüber erfreut. Allerdings bietet die digitale Disruption viele Chancen. Wir müssen sie „nur“ ergreifen.

Getränke News: Stichwort Klimawandel: Inwieweit sollte die Getränkebranche hier ihren Beitrag leisten?

Reinsberg: Der Getränkefachgroßhandel ist seit Jahrzehnten wichtiger Bestandteil des Mehrwegsystems. Mehrweg ist gelebter Klimaschutz und reduziert den CO2-Ausstoß, so dass wir all unsere Anstrengungen zur Revitalisierung und zum Ausbau des Mehrwegsystems gemeinschaftlich mit unseren Partnern fortsetzen werden. In diesem Zusammenhang hoffe ich sehr, dass das Jahr 2021 einen Durchbruch für einen gemeinsamen und einheitlichen Flaschen-Mehrwegpool der Brauer bringen wird, der verbindliche Regeln für die Teilnahme definiert, Qualitätsstandards sicherstellt und gleichzeitig Neutralität und Unabhängigkeit jedes Unternehmens gewährleistet. Das wäre für das Mehrwegsystem ein wichtiger Meilenstein. Mit Blick auf die zu erreichenden Klimaziele müssen sich die Unternehmen auch in vielen anderen Bereichen noch optimieren. Klimaneutralität sollte hier im Fokus stehen.

Getränke News: Klimaschutz kostet aber auch Geld.

Reinsberg: Das ist richtig. Klimaschutz ist teuer, aber alternativlos, denn nicht zu handeln führt über kurz oder lang in ein für uns alle unkalkulierbares Fiasko, sowohl finanziell als auch menschlich. Wenn wir jetzt nicht handeln und beginnen Lebens- und Arbeitsweisen zu ändern, werden wir genauso dramatisch an der Klimakrise scheitern, wie wir daran gescheitert sind, die Ausbereitung des Coronavirus rechtzeitig zu verhindern. Die Corona- und Klimakrise haben insoweit zwei Dinge gemeinsam: Sie sind beide sehr abstrakt und daher für uns oft „sehr weit weg“. Das jedoch nur genauso lange, bis sie ihre jeweiligen verheerenden Wirkungen entfalten und damit für uns sichtbar und spürbar werden. Beide lassen sich aber auch durch klare, plan- und umsetzbare Maßnahmen und konsequentes Handeln stark beeinflussen und in unserem Sinne minimieren. Daran müssen wir arbeiten!

Das Interview ist am 19. Januar 2021 in dem Online-Magazin Getränke News erschienen.

Gemeinsame Presse­erklärung der Verbände der Getränkewirtschaft: Weichenstellung für das Mehrwegsystem

Gemeinsame Presse­erklärung der Verbände der Getränkewirtschaft: Weichenstellung für das Mehrwegsystem

Gemeinsame Presseerklärung vom 11. Dezember 2020:

Wichtige Weichenstellung für das umweltfreundliche Mehrwegsystem:
Getränkewirtschaft begrüßt Entscheidung der Finanzministerien von Bund und Ländern

Die Verbände der Getränkewirtschaft haben die Entscheidung der Finanzministerien von Bund und Ländern zur zukünftigen steuerlichen Behandlung von Mehrwegflaschen begrüßt. Getränkehersteller, die Einheitsleergut verwenden, haben nun die Wahl, dieses bilanzsteuerlich entweder weiterhin wie Individualleergut zu behandeln oder die in der Vergangenheit dafür gebildeten bilanziellen Rückstellungen in jährlichen Raten aufzulösen. „Dies ist ein guter Kompromiss und eine wichtige Weichenstellung für das umweltfreundliche Mehrwegsystem“, erklärten der Deutsche Brauer-Bund, der Verband der Privaten Brauereien Deutschland, der Verband Deutscher Mineralbrunnen, die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, der Verband der Deutschen Fruchtsaft-Industrie und der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels in einer gemeinsamen Mitteilung.

Mit einem diese Woche vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) veröffentlichten Schreiben zur Bilanzierung von Pfandgeldern wird bundesweit eine Vereinfachungsregelung eingeführt, die es allen Getränkeherstellern und -abfüllern erlaubt, die über Jahrzehnte bewährte Praxis, für jede Art von Mehrwegflaschen Rückstellungen zu bilden, weiterzuführen. Die Anwendung der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes von 2013, die eine buchungsmäßige Trennung von Individual- und Einheitsleergut verlangt, hätte in den praktischen Abläufen der Getränkebetriebe – insbesondere bei der Rückführung des Leerguts – zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand geführt und das Mehrwegsystem sowie die Betriebe dadurch massiv belastet. Aus diesen Gründen soll es nach dem Beschluss der Finanzbehörden auch künftig nicht beanstandet werden, wenn Betriebe Einheitsleergut steuerbilanziell weiterhin wie Individualleergut verbuchen.

„Wir danken allen Partnern aus Politik, Wirtschaft und von Seiten der Umweltverbände, die uns über Monate in unseren Anstrengungen unterstützt haben, gemeinsam mit Bund und Ländern einen guten Kompromiss im Interesse des Mehrwegsystems und der Getränkewirtschaft zu finden“, erklärten die Verbände. Sie hoben besonders die Unterstützung durch die Bundesregierung, einzelne Landesregierungen und den Bundestag hervor. Bundesfinanzministerium und Bundesumweltministerium hätten sich an der Seite der Bundesländer für eine pragmatische und zielführende Regelung eingesetzt, die für die Betriebe wie für die Finanzverwaltung praktikabel und unbürokratisch sei. „Die Vereinfachungsregelung für die Bilanzierung der Milliarden in Deutschland in Umlauf befindlichen Mehrwegflaschen ist ein wichtiger Schritt auf unserem gemeinsamen Weg, unser weltweit einmaliges Mehrwegsystem in Deutschland fit zu machen für die Zukunft. Jetzt kommt es darauf an, die im BMF-Schreiben enthaltenen Regelungen im Sinne des Mehrwegsystems in der Praxis auch zur Anwendung zu bringen.“

Für alle Mitglieder der Verbände der Getränkewirtschaft werden im Januar 2021 kostenfreie Webinare angeboten, in denen über die Umsetzung der neuen Regelung in die Praxis informiert wird. Voranmeldungen sind bereits jetzt per Mail beim Deutschen Brauer-Bund möglich. Das BMF-Schreiben kann hier abgerufen werden.

Ansprechpartner für die Medien

Dirk Reinsberg, Geschäftsführender Vorstand
Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V

Monschauer Str. 7
40549 Düsseldorf
Telefon: +49 211 683938
reinsberg@bv-gfgh.de
www.bv-gfgh.de

Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer
Deutscher Brauer-Bund e.V.

Neustädtische Kirchstr. 7A
10117 Berlin
Telefon: +4930 20916725
eichele@brauer-bund.de
www.brauer-bund.de

Udo Kremer, Geschäftsführer
Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.

Kennedyallee 28
53175 Bonn
Telefon: +49 228 9599012
udo.kremer@vdm-bonn.de
www.vdm-bonn.de

Klaus Heitlinger, Geschäftsführer
Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e.V.

Mainzer Straße 253
53179 Bonn
Telefon: +49 228 954600
heitlinger@fruchtsaft.org
www.fruchtsaft.org

Roland Demleitner, Geschäftsführer
Verband Private Brauereien Deutschland e.V.
Rheinstraße 11
65549 Limburg
Telefon: +49 6431 52048
info@private-brauereien.de
www.private-brauereien.de

Dr. Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer
Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V.

Monbijouplatz 11
10178 Berlin
Telefon: +49 30 259 2580
dgross@wafg.de
www.wafg.de

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF.

BGA-Pressemitteilung: Teil-Lockdown hat dramatische Folgen für viele Großhandelsbetriebe

BGA-Pressemitteilung: Teil-Lockdown hat dramatische Folgen für viele Großhandelsbetriebe

Nachdem gestern bereits die Verbände-Allianz der Getränkewirtschaft zu den drohenden Folgen des „Lockdown light“ für die Großhändler Stellung bezogen hat, zieht heute unser Spitzenverband, der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) nach.

Pressemitteilung vom 3. November 2020:

BGA: Teil-Lockdown hat dramatische Folgen für viele Großhandelsbetriebe

„Der erneute temporäre Lockdown für Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und weitere Wirtschaftsbereiche hat existenziell bedrohliche Folgen für viele Unternehmen im Groß- und Außenhandel, die mit diesen Branchen auf das engste verzahnt sind. Wir plädieren daher eindringlich, diese Unternehmen nicht zu vergessen und sie in die beschlossene außerordentliche Wirtschaftshilfe miteinzubeziehen. Um die Folgen abzumildern, muss auch den mittelbar betroffenen Zulieferbetrieben dringend geholfen werden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), im Hinblick auf die grundsätzliche Bereitschaft der Politik, Unterstützungsmaßnahmen auch für diejenigen Unternehmen zu ergreifen, die indirekt, aber in vergleichbarer Weise durch die Anordnungen der Politik betroffenen sind.

„Die fast immer familiengeführten mittelständischen Unternehmen haben sich zu einem bedeutenden Teil als Lieferanten von Nahrungs- und Genussmitteln sowie Getränken auf ihre Kunden in Gastronomie und Freizeiteinrichtungen hochspezialisiert. So entfallen beispielsweise im Bereich des Großhandels für Foodservice und weiteren Bereichen des Zustellgroßhandels mit der Schließung der Hauptkundengruppe Gastronomie über 60 Prozent der Geschäfte. Ähnlich dramatisch ist die Situation für kleine Fachgroßhändler, die ausschließlich die Gastronomie mit beispielsweise Fleisch, Obst und Nonfood-Produkten beliefern. Solche Unternehmen sind somit von der Schließung ebenso betroffen wie die Gastronomen selbst. Sie sehen sich nun sehr kurzfristig und unverschuldet mit erneuten massiven Umsatzeinbrüchen in den kommenden Wochen konfrontiert und bangen um ihre betriebliche Existenz und die ihrer Familien und Beschäftigten. Diese Betriebe brauchen zum Überleben gleichermaßen staatliche Unterstützung. Zudem kann nur so gewährleistet werden, dass die jetzt geschlossenen Sektoren schnell wieder durchstarten können. Diejenigen Unternehmen im Großhandel, die von den jetzigen Schließungsmaßnahmen in Gastronomie und Freizeiteinrichtungen stark betroffenen sind, müssen daher unbedingt in die außerordentliche Wirtschaftshilfe miteinbezogen werden“, so Börner abschließend.

ANSPRECHPARTNER FÜR DIE MEDIEN
André Schwarz, Pressesprecher
Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Telefon: +49 30 590099520
E-Mail: andre.schwarz@bga.de

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