Interview mit Getränke Behn im GFGH: „Wir haben etwas gegen den Durst!“

Interview mit Getränke Behn im GFGH: „Wir haben etwas gegen den Durst!“

Als Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes steht Getränke Behn für regional verwurzelten Getränkefachhandel und eine lange unternehmerische Tradition. In der Ausgabe 7–8/2026 des Branchenmagazins GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL ist unter dem Titel „Wir haben etwas gegen den Durst!“ ein Interview mit Geschäftsführerin Lisa Behn erschienen. Darin erläutert sie, wie sich das Familienunternehmen im Wettbewerb positioniert und seine Getränkefachmärkte weiterentwickelt. 

Familienunternehmen mit langer Tradition

Die Geschichte der Behn-Unternehmensfamilie reicht bis ins Jahr 1892 zurück. Aus den Anfängen mit einem Pferdefuhrwerk und einer Brauerei in Eckernförde ist über fünf Generationen ein bedeutender Getränkefachgroßhändler in Schleswig-Holstein entstanden. Gleichzeitig ist die Unternehmensfamilie mit der Waldemar Behn GmbH als Spirituosenhersteller tätig.

Die beiden Behn Getränkewelten in Eckernförde und Kappeln sind wichtige Kontaktpunkte zu den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern. Ihr Sortiment verbindet bekannte Klassiker mit regionalen Spezialitäten und aktuellen Getränketrends. Eine besondere Stärke liegt in der großen Auswahl an Weinen und Spirituosen sowie in der individuellen Beratung. Der Anfang 2025 modernisierte Markt in Kappeln bietet zudem ein zeitgemäßes Einkaufserlebnis mit breiten Gängen, übersichtlicher Warenpräsentation und einer einladenden Atmosphäre.

Beratung und Erlebnis als Wettbewerbsvorteil

Um regelmäßig neue Besuchsanlässe zu schaffen, setzt Getränke Behn auf wechselnde Angebote, das „Getränk des Monats“, Gewinnspiele und Open-Bottle-Verkostungen. Bei diesen Veranstaltungen können Kundinnen und Kunden ausgewählte Weine, Biere und Spirituosen probieren. Ergänzt wird das Angebot durch Serviceleistungen wie den Kofferraumservice, die Veranstaltungsberatung sowie den Verleih von Bierzeltgarnituren und Zapfanlagen.

Der Getränkefachhandel steht nach Einschätzung von Lisa Behn vor großen Herausforderungen. Das saisonale Geschäft, der Wettbewerb mit Discountern, Lebensmitteleinzelhandel und Onlinehandel sowie eine abnehmende Markentreue erhöhen den Druck. Umso wichtiger sei eine klare Differenzierung über Kompetenz, Sortimentsvielfalt, Service und regionale Verwurzelung.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die langjährigen Mitarbeitenden. Sie nehmen sich Zeit für persönliche Gespräche und beraten zu Klassikern, aktuellen Drink-Trends, Food-Pairings oder Geschenkideen. Diese Nähe zu den Kundinnen und Kunden ist für Getränke Behn ein entscheidender Vorteil gegenüber stärker standardisierten Handelsformaten.

Digitale Inspiration trifft persönliche Beratung

Instagram und Facebook nutzt Getränke Behn vor allem als lokale Aktivierungskanäle. Dort informiert das Unternehmen über Angebote, Aktionen, Gewinnspiele und besondere Produkte. Entscheidend ist die Verbindung von digitaler Kommunikation und stationärem Erlebnis: Ein online vorgestelltes Getränk kann anschließend im Markt entdeckt, probiert und gemeinsam mit den Mitarbeitenden besprochen werden.

Auch künftig konzentriert sich Getränke Behn auf die Weiterentwicklung der bestehenden Standorte. Neue Märkte sind derzeit nicht geplant. Stattdessen sollen Sortiment, Beratung, Service und kleinere Veranstaltungen wie Tastings weiter gestärkt werden. Nachhaltiges Wachstum bedeutet für das Unternehmen vor allem starke Märkte, loyale Kundinnen und Kunden und ein unverwechselbares Profil.

Das vollständige Interview aus Ausgabe 7-8/2026 des Magazins GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL können Sie hier lesen:

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Interview mit Getränke Hörl im GFGH: „Regional verwurzelt, strategisch auf Kurs“

Interview mit Getränke Hörl im GFGH: „Regional verwurzelt, strategisch auf Kurs“

Im Branchenmagazin „GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL“ ist ein Beitrag über unser Mitgliedsunternehmen Getränke Hörl erschienen, den wir gerne mit Ihnen teilen möchten. 

Getränke Hörl setzt auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld konsequent auf Regionalität, Sortimentsvielfalt und persönliche Kundennähe. Das inhabergeführte Unternehmen betreibt 51 Getränkefachmärkte in Ober- und Niederbayern, Schwaben, Mittelfranken sowie der Oberpfalz. Die Standorte werden individuell auf das regionale Markenangebot und die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten. Rund 80 Prozent des Sortiments entfallen auf Mehrwegprodukte.

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal ist die enge Verbundenheit mit der Region. Unter dem Motto „Regional fair, von Hier für Hier“ unterstützt Getränke Hörl Vereine, Feuerwehren, Schulen, Kindergärten und weitere ehrenamtliche Organisationen. Marktleiter und Agenturpartner fungieren dabei als persönliche Ansprechpartner. Helle, modern gestaltete Märkte, ein breites und tiefes Sortiment sowie eine unkomplizierte Leergutannahme sollen zusätzlich für ein angenehmes Einkaufserlebnis sorgen.

Wachstum verzeichnet das Unternehmen insbesondere bei alkoholfreien Bieren, zuckerfreien Erfrischungsgetränken und Getränken mit Zusatznutzen. Auch die Hörli-Eigenmarken sowie eigene Bier- und Sektmarken spielen eine wichtige Rolle: Sie schaffen Wiedererkennung, stärken die Kundenbindung und grenzen das Angebot vom Lebensmitteleinzelhandel und von Discountern ab. Jüngere Zielgruppen möchte Hörl außerdem mit aktuellen Trendgetränken, digitaler Kommunikation und regionalem Engagement erreichen.

Strategisch setzt das Unternehmen auf die Digitalisierung interner Prozesse, ein modernes Warenwirtschafts- und Lagerverwaltungssystem sowie die geplante Hörl-App. Gleichzeitig sollen bestehende Märkte modernisiert, Sortimente durch Category Management weiterentwickelt und der Großhandelsbereich ausgebaut werden. Trotz steigender Kosten, zunehmenden Wettbewerbs und der schwierigen Suche nach geeigneten Flächen hält Getränke Hörl an einem gesunden Wachstum fest: Nach der Eröffnung in Hilpoltstein im Februar 2026 sind weitere Standorte geplant.

Das vollständige Interview aus Ausgabe 7-8/2026 des Magazins GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL können Sie hier lesen:

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Großhandel verliert im Mai an Umsatz

Großhandel verliert im Mai an Umsatz

Das Jahr 2026 lief für den Getränkefachgroßhandel bisher ganz in Ordnung, muss nun aber eine weitere Delle einstecken: Im Mai sinken die Umsätze gegenüber April um 2,4 Prozent (nominal minus 2,4 Prozent).

Der Vorjahresvergleich fällt hingegen deutlich negativ aus: Der Getränkefachgroßhandel schließt den Mai 2026 mit einer realen Veränderung von minus 5,1 Prozent (nominal minus 3,8 Prozent) ab.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Pressemitteilung: Konjunkturumfrage 2026 des BV GFGH – Getränkefachgroßhandel investiert trotz schwieriger Wirtschaftslage in die Zukunft

Pressemitteilung: Konjunkturumfrage 2026 des BV GFGH – Getränkefachgroßhandel investiert trotz schwieriger Wirtschaftslage in die Zukunft

Konjunkturumfrage des BV GFGH unter 109 Mitgliedsunternehmen zeigt: Die gesamtwirtschaftliche Schwäche erreicht zunehmend auch den Getränkefachgroßhandel – dennoch bleibt die Branche investitionsbereit.

  • Das Geschäftsergebnis hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechtert
  • Trotz schwieriger Rahmenbedingungen investieren die Unternehmen weiter
  • 65 Prozent der Befragten bewerten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland negativ

 

Düsseldorf, 6. Juli 2026 | Die wirtschaftliche Schwäche in Deutschland ist inzwischen auch im Getränkefachgroßhandel deutlich spürbar. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage für die Jahre 2025/2026 des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V. (BV GFGH), an der sich 109 Mitgliedsunternehmen beteiligt haben. Steigende Unternehmensinsolvenzen, eine anhaltende Konsumzurückhaltung, hohe Personal- und Logistikkosten sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen setzen den mittelständischen Getränkefachgroßhandel zunehmend unter Druck. Gleichzeitig zeigt die Erhebung jedoch auch: Die Unternehmen investieren weiterhin gezielt in ihre Zukunft und halten an ihrer langfristigen Ausrichtung fest.

 

Wirtschaftliche Schwäche erreicht den Getränkefachgroßhandel

Während das Geschäftsjahr 2024 noch das stärkste der vergangenen drei Jahre war, zeigt die aktuelle Umfrage für 2025 eine deutliche Eintrübung. Bewerteten 2024 noch 57,2 Prozent der Unternehmen ihr Geschäftsergebnis mit „sehr gut“ oder „gut“, liegt dieser Wert aktuell nur noch bei 34,8 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil negativer Bewertungen gegenüber 2023 nahezu vervierfacht und liegt inzwischen bei 10,1 Prozent.

Auch bei Umsatz und Ertrag zeigt sich die angespannte Lage. 44,2 Prozent der BV GFGH-Mitglieder berichten von rückläufigen Umsätzen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher fällt die Entwicklung bei der Ertragslage aus: Fast sechs von zehn Unternehmen (59,7 Prozent) mussten sinkende Erträge hinnehmen. Gleichzeitig erwarten 43,1 Prozent der Befragten, dass sich die Situation in den kommenden Monaten weiter verschlechtern wird. „Unsere Unternehmen spüren die anhaltende wirtschaftliche Schwäche inzwischen deutlich. Steigende Kosten, eine verhaltene Konsumstimmung und die allgemeine Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft belasten auch den Getränkefachgroßhandel. Umso wichtiger sind jetzt verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die Investitionen und unternehmerisches Handeln wieder erleichtern“, sagt Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH.

 

Gezielte Investitionen statt Resignation

Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage investieren die Getränkefachgroßhändler weiterhin gezielt in ihre Zukunft. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt dabei ein differenziertes Bild: Nachdem das erste Halbjahr 2025 durch eine außergewöhnlich hohe Stabilität geprägt war – 72,7 Prozent der Unternehmen hielten ihr Investitionsniveau konstant und lediglich 6,5 Prozent reduzierten ihre Investitionen –, nimmt die Dynamik 2026 wieder deutlich zu. So berichten 24,8 Prozent der Unternehmen von gestiegenen Investitionen, gleichzeitig erhöht sich jedoch auch der Anteil der Betriebe mit rückläufigen Investitionen auf 17,4 Prozent. Der Anteil der Unternehmen mit unveränderten Ausgaben sinkt auf 56,9 Prozent.

Im Vergleich der vergangenen Jahre wird deutlich: Während 2023 von einer hohen Dynamik mit sowohl steigenden als auch sinkenden Investitionen geprägt war, dominierte 2025 die Stabilität. 2026 zeigt nun erneut Bewegung – allerdings unter deutlich schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Unternehmen reagieren damit differenziert auf die aktuelle Konjunkturlage: Ein Teil fährt Investitionen zurück, während andere bewusst in die Zukunft ihres Unternehmens investieren.

Besonders erfreulich ist der deutliche Anstieg der Erweiterungsinvestitionen. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren jeweils nur rund zwölf Prozent der Unternehmen in den Ausbau ihres Betriebs investierten, liegt dieser Anteil inzwischen bei 19,3 Prozent. Ersatzinvestitionen bleiben mit 62,4 Prozent weiterhin der wichtigste Investitionsschwerpunkt. Die Investitionsbereitschaft in Rationalisierungen ist im Drei-Jahres-Vergleich seit 2023 kontinuierlich gesunken.

Gleichzeitig hat sich der Anteil der Unternehmen, die vollständig auf Investitionen verzichtet haben, gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt – von 6,5 auf 11,9 Prozent. Dies verdeutlicht den zunehmenden wirtschaftlichen Druck auf Teile der Branche. „Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Branche trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht resigniert. Viele Unternehmen investieren weiterhin gezielt in ihre Zukunft und stärken damit ihre Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Reinsberg.

 

Fachkräftemangel bleibt größte Herausforderung in der Logistik

Die Personalsituation bleibt für den Getränkefachgroßhandel eine der größten Herausforderungen. Der Drei-Jahres-Vergleich zeigt, dass Fahrerinnen und Fahrer kontinuierlich den größten Engpass darstellen. Bereits 2024 entfielen knapp die Hälfte aller vakanten Stellen auf diesen Bereich (48,3 Prozent). 2025 verschärfte sich die Situation weiter und erreichte mit 55,8 Prozent ihren Höchststand, in 2026 liegt der Wert bei 51,4 Prozent. Auch bei den Lagermitarbeitenden zeichnet sich eine Entwicklung ab. Während ihr Anteil an den offenen Stellen 2024 und 2025 jeweils bei rund 39 Prozent lag, sank er 2026 auf 30,5 Prozent.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Fachkräftemangel zunehmend verlagert, die Logistik jedoch weiterhin der entscheidende Engpass für die Branche bleibt. Insbesondere fehlendes Fahrpersonal erschwert die zuverlässige Belieferung von Gastronomie, Handel und Veranstaltungen und begrenzt die Wachstumsmöglichkeiten vieler Unternehmen.

 

Klare Botschaft an die Politik

Ein besonders deutliches Signal sendet die Umfrage an die Politik: Rund 65 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland negativ. Als größte Kostentreiber nennen die Unternehmen Personal sowie Transport- und Logistikkosten. Hinzu kommen umfangreiche Dokumentationspflichten, die von den Befragten als größte bürokratische Belastung bewertet werden.

„Wenn nahezu zwei Drittel der Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen negativ bewerten, ist das ein klarer Handlungsauftrag. Der Mittelstand braucht jetzt weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und wirtschaftspolitische Impulse, die Investitionen ermöglichen statt erschweren. Nur so können unsere Unternehmen ihre wichtige Versorgungsfunktion auch künftig zuverlässig erfüllen“, so der Verbandschef.

 

Über den BV GFGH:

Der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V. setzt sich seit über 125 Jahren für die politischen und wirtschaftlichen Interessen aller mittelständischen Getränkefachgroßhändler ein. Als moderner Interessenverband vertreten wir rund 450 mittelständische Unternehmen, die über 70 Prozent aller Biere, 40 Prozent aller Mineralwässer, 30 Prozent aller Erfrischungsgetränke sowie 20 Prozent aller fruchthaltigen Getränke managen.

Weitere Infos unter: www.bv-gfgh.de

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Nicolas Schiffler
Referent für Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher
E-Mail: Schiffler@bv-gfgh.de
Telefon: +49 211 683938
Mobil: +49 152 04940347

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Großhandel verliert im Mai an Umsatz

Großhandel im April weiter auf der Überholspur

Das Jahr 2026 läuft richtig gut – könnte man meinen, wenn diese Zeitspanne isoliert betrachtet wird: Im April steigen die Umsätze gegenüber März um 11,2 Prozent (nominal plus 11,4 Prozent).

Der Vorjahresvergleich fällt hingegen negativ aus: Der Getränkefachgroßhandel schließt den März 2026 mit einer realen Veränderung von minus 4,4 Prozent (nominal minus 2,9 Prozent) ab.​

Quelle: Statistisches Bundesamt

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